Prozess am Landgericht München: Autoknacker deckt seine Komplizin

Ein mutmaßlicher Autoknacker und seine Komplizin stehen in München vor Gericht. Der 22-Jährige deckt seine Freundin und will alleine gehandelt haben. Der Wert der Beute: über 50.000 Euro.
| John Schneider
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Die Angeklagten mit Dolmetscherin und Anwälten.
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München - Irgendwie rührend: Villmantas S. (22) deckt seine mutmaßliche Komplizin, nimmt alle Schuld auf sich. Die 32-Jährige habe von seinen verbrecherischen Aktivitäten nichts mitbekommen, sagt der 22-jährige Autoknacker am Montag vor Gericht. Der Grund? "Sie ist halt eine Frau." Aha.

Doch mit dieser Version kann sich der Vorsitzende Richter am Landgericht nicht so recht anfreunden. Frank Zimmer hakt nach, aber der Litauer bleibt bei seiner Version.

Komplizin stand offenbar Schmiere

Er habe die Autos im Februar ganz alleine aufgebrochen indem er die Fenster einschlug und er habe dann ebenso einsam die Navigationssysteme, Tachometer und Lenkräder einschließlich Airbags rausgeholt. Rita S., die neben ihm auf der Anklagebank sitzt, habe davon nichts mitbekommen.

Nicht nur der Richter ist da skeptisch. Die Statasanwaltschaft beschuldigt die 32-Jährige nach Absprache mit dem Autoknacker den Standort hochwertiger BMW-Modelle ausgekundschaftet zu haben – und ihrem Komplizen dies per Handy mitgeteilt zu haben. Während er dann die Autos aufbrach, habe sie – unter anderem in der Münchner Kunigundenstraße – Schmiere gestanden. Der Wert der Beute betrug am Ende über 50.000 Euro.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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