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Schüler-Proteste in München: Viele Anliegen, kein Krawall

Schwappen die eskalierenden Proteste aus Frankreich und Italien nach München? Eine erste Demo hiesiger Schüler am Dienstag vor der Uni zumindest ist eher klein. Die Frage ist: Wird das so bleiben?
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Neben der Abschaffung von Abfragen und Exen brennt den Demonstrierenden auch die Einführung der Wehrpflicht unter den Nägeln. Rund 200 Schülerinnen und Schüler versammelten sich vor der Ludwig-Maximilians-Universität.
Neben der Abschaffung von Abfragen und Exen brennt den Demonstrierenden auch die Einführung der Wehrpflicht unter den Nägeln. Rund 200 Schülerinnen und Schüler versammelten sich vor der Ludwig-Maximilians-Universität. © Daniel von Loeper

Update 19.15 Uhr:  Am Abend erreicht die AZ einen Pressesprecher von der Polizei für ein kurze Nachfrage: Wie verlief die Demo weiter? Auf etwa 150 Teilnehmer schätzt die Polizei die Zahl der Demonstrationsteilnehmer. Leicht abweichende Zahlen beziehungsweise eher konservative Schätzungen bei Besucherzahlen seitens der Polizei sind dabei nicht unüblich.  Besondere Vorkommnisse hätte es nicht gegeben. Alle wären "brav" gewesen und geblieben. "Eine Demonstration wie es sie jeden Tag in München gibt", resümiert der Polizeisprecher.

Ursprünglicher Artikel, 17.53 Uhr:

Entsteht auch in Deutschland eine wütende Jugendbewegung? Dass die französischen Proteste auf Nachbarländer überschwappen können, hat sich zumindest am Wochenende in italienischen Städten gezeigt, in denen Demonstrationen teils in Zerstörungswut endeten.

In München waren am Montag zumindest schon mal ein paar Dutzend Schüler einer französischen Schule auf der Straße (AZ berichtete), am Dienstagnachmittag sammelten sich vor der Uni Schüler.

200 Schüler demonstrieren in München

Etwa 200 mögen es sein, die sich zu diesem ersten zentralen Protest zusammenfinden. Ihren "Studis, ihr dürft mutig sein! Reiht euch in die Demo ein!"-Rufen folgen nicht gerade viele Uni-Gänger. Sie fordern ein gerechteres Schulsystem, verlangen von Markus Söder, die unangemeldeten Exen abzuschaffen.

Gloria macht 2027 ihr Abitur. Eine Veränderung des Schulsystems ist ihr wichtig.
Gloria macht 2027 ihr Abitur. Eine Veränderung des Schulsystems ist ihr wichtig. © Daniel von Loeper

Eine der Demonstrantinnen ist Gloria (18). Sie macht 2027 ihr Abi und hat die Demo mitorganisiert. Eine Veränderung des Schulsystems sei wichtig, sagt sie. Jetzt habe Frankreich den Anfang gemacht. "Alle Schüler haben ähnliche Probleme. Wir werden zu früh voneinander getrennt. Begabungen werden nicht individuell gefördert." Jetzt sei es wichtig, laut zu sein, sagt sie noch. An Gewalt auf deutschen Straßen glaubt sie nicht.

Eskalieren die Proteste auch in Bayern?

Tatsächlich deutet auf eine Eskalation auch in Bayern an diesem Nachmittag so recht nichts hin, nur ein paar ganz vereinzelte Teilnehmer sind vermummt. Und noch etwas spricht gegen eine Eskalation in München. Selbst bei diesem zarten, ersten Protestversuch macht die Polizei schon einen ziemlich gut vorbereiteten Eindruck.

Das Verhältnis Demonstrant zu Polizist vor der Uni: ungefähr 3:1. Man will offensichtlich ausstrahlen, ein sehr waches Auge auf die Proteste zu haben. Für den 31. Oktober haben bundesweit Gruppen mit teils martialischen Bildern zu Protesten in Großstädten aufgerufen. Auch der Münchner Marienplatz ist einer der Treffpunkte.

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  • PeterBx vor 14 Minuten / Bewertung:

    Sorry, mich regen diese Mitläufer auf, allein das erste Foto im Artikel sagt alles:
    - Grün-rot-gelbe Flagge für was eigentlich? (Wiki sagt: Panafrikanische Farben?!)
    - "Nein zur Wehrpflicht": Was hat das bitte mit den Schulprotesten zu tun?!
    - Rechts unten (etwas älterer Herr, mit verzogenem Gesicht) "Schluss mit Abfragen und Exen". Das das bayerische Schulsystem nicht umsonst als das Beste (mindestens in Deutschland) gilt , ist doch unbestritten.
    Ich habe das Gefühl, dass hier wieder mal Protestieren nur um des Protestieren Willens gemacht wird und an der Sache komplett vorbei geht.
    Im Übrigen finde/fand ich das Grund-/Leistungskursprinzip des (ehemaligen) G13 sehr sinnvoll. Da konnten gut Schwerpunkte gesetzt werden.

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  • ......kann mich mal vor 35 Minuten / Bewertung:

    Vor 10 jahren wurden sie noch im lastenfahrrad zur kita transportiert. Anschliessend mit dem leasing suv zur schule gebracht. Jetzt können sie schon alleine die öffis benutzen pisa lässt grüssen.

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  • doket vor 22 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von ......kann mich mal

    Selber nie nen Pisatest gemacht, aber rumpöbeln. Hab ich solche Leute satt.

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