Pro & Contra: Autos raus aus der Altstadt?

  Die AZ-Redakteure Michael Heinrich und Georg Thanscheidt über Grünen- Pläne, die Altstadt autofrei zu machen.  
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Die Fußgängerzone breitet sich aus: Geht’s nach den Grünen kommen weitere Straßen hinzu – geplante (rot) und noch zu prüfende Bereiche (grün).
Diehl/Schemberg Die Fußgängerzone breitet sich aus: Geht’s nach den Grünen kommen weitere Straßen hinzu – geplante (rot) und noch zu prüfende Bereiche (grün).

Die AZ-Redakteure Michael Heinrich und Georg Thanscheidt über Grünen- Pläne, die Altstadt autofrei zu machen.

PRO:

Um den Gegnern des Planes gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Als vor 40 Jahren die Kaufinger- und Neuhauser Straße zur Fußgängerzone wurden, war das Geschrei der Geschäftsleute auch schon groß.

Heute möchte keiner von ihnen die autofreie Zone missen, zu fette Umsätze bescheren ihnen die Scharen ungestört flanierender Fußgänger. Und wer glaubt, mit dem Auto – am besten nochmit einem luftverpestenden Allrad-Fahrzeug – in die Altstadt brettern zu müssen, weil die Kleidertüten der Gattin zu voluminös für die U-Bahn sein könnten, der sei an die Möglichkeit der Taxibenutzung erinnert, die es nach einer Sperrung auch noch geben wird.

Außerdem sind ja die Pläne der Grünen so moderat, dass eine Vollsperrung der Altstadt (die durchaus sinnvoll wäre) erst in vielen Jahren erfolgen würde. Die für die nahe Zukunft geplanten Fußgängerzönchen sind so klein, dass sie auch der notorischste Autofahrer verschmerzen kann.

CONTRA : 

Freiheit ist auch die Freiheit, einmal etwas Unvernünftiges zu tun. Und dazu gehört zum Beispiel: mit dem Auto in die Münchner City zu fahren. Zwar schwant es einem oft schon auf dem Altstadtring, dass das keine gute Idee war. Und es sind dann die Weitgereisten aus EBE oder FFB, die sich mit einem zusammen dann in der Sendlinger Straße stauen. Man möchte ja gar nicht die spießig-kurzsichtige „Freie Fahrt für freie Bürger“ einfordern.

Im rot-grün regiertenMünchen würde einem schon das Recht reichen, eigenverantwortlich im Stau zu stehen. Nun wollen die Grünen auch noch den Rest der Altstadt in eine Fußgängerzone verwandeln – da muss man mal eine ganz grundsätzliche Frage stellen: Warum? Vielleicht, um auch den Rest der Innenstadt nach Ladenschluss in einen öden Ort zu verwandeln? Oder um den Einzelhändlern die Anlieferung so schwer wie möglich zu machen? Oder sollen vielleicht einfach nur Autofahrer gegängelt und bevormundet werden?

 

 

 

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