PR-Experte: UEFA mit "inkonsequenter Haltung" bei Verbot

Aus Sicht eines Experten für PR und Kommunikation hat die UEFA bei ihrem Regenbogenfarben-Verbot für die Münchner EM-Arena inkonsequent gehandelt und eigene Prinzipien nicht befolgt. Die Europäische Fußball-Union habe sich "schon 2019 öffentlich zur Vielfalt bekannt und angekündigt, die Euro 2020 als Tournament for everyone abzuhalten. Garniert war der Post mit einem Regenbogen und dem Hashtag "equalgame"", sagte Norbert Minwegen, Präsident der Deutschen Public Relations Gesellschaft, am Mittwoch.
| dpa
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Die Hülle der Allianz Arena leuchtet in Regenbogenfarben.
Die Hülle der Allianz Arena leuchtet in Regenbogenfarben. © Tobias Hase/dpa
München

"Von daher hätte die UEFA eigentlich nur ihren eigen Prinzipien folgen müssen. Das tut sie nicht, dementsprechend ist das Echo für die in Augen vieler Fans inkonsequenten Haltung", sagte der Chef der berufsständischen Vereinigung für Kommunikationsmanager und Public-Relations-Fachleute in Deutschland.

Sportverbände befänden sich "immer in einem Spannungsfeld der Interessen". Aber gerade dann sei es "wichtig, klare Haltung zu zeigen und zu den Werten zu stehen, für die man sich bisher eingesetzt hat", sagte Minwegen. Im aktuellen Fall und dem Verbot des europäischen Dachverbandes, die Münchner Arena im letzten Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Ungarn in Regenbogenfarben zu erleuchten, habe sich "die UEFA leider ein Eigentor geschossen und eine Möglichkeit ausgelassen, ein Bekenntnis zur Vielfalt zu setzen".

© dpa-infocom, dpa:210623-99-110497/2

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