Polizei rettet Malteser-Hündchen aus aufgeheizten Mini in München

Ein Passant sieht einen in der Sonne geparkten Mini in der Fritz-Schäffer-Straße in Neuperlach. Im Inneren des schwarzen Flitzers schmort ein kleines weißes Hündchen. Er verständigt die Polizei. Wie die Beamten den Malteser aus seinem kochend heißen Gefängnis befreiten. 
von  Ralph Hub
So ein Malteser Hündchen hatte sein Frauchen im Minn zurückgelassen.
So ein Malteser Hündchen hatte sein Frauchen im Minn zurückgelassen. © Roland Weihrauch

Menschen wie Tiere leiden momentan unter der enormen Hitze in der Stadt. Vor allem in Autos, die in der Sonne geparkt sind, kann die Innentemperatur innerhalb kürzester Zeit regelrecht explodieren. 50 Grad und mehr können es werden.

Einem Passanten fiel am Mittwochnachmittag ein in der Fritz-Schäffer-Straße in Neuperlach geparkter Mini auf, der in der prallen Sonne stand, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Im Inneren saß ein weißer Malteser. Das Hündchen litt sichtlich unter der Hitze. "Der Hund hechelte stark", sagte ein Polizeisprecher, "man konnte sehen, dass es ihm nicht gut ging."

Zeuge verständigt sofort die Polizei

Der Anwohner ging zur benachbarten Polizeiinspektion und bat um Hilfe. Sofort machten sich zwei Streifenbeamte auf den Weg. Die Fahrzeughalterin war nirgends zu sehen und auch nicht über ihr Handy zu erreichen. Das lag im Wagen, wie sich später herausstellte.

Mini war verschlossen und über 30 Grad heiß

Die Seitenscheibe des Minis stand einen Spalt breit offen, offenbar, damit der Hund frische Luft bekommt. Die Beamten drückten die Scheibe runter, dabei zerbrach das Glas. Aber immerhin war damit der Weg frei. Die Polizisten holten das weiße Hündchen aus dem Mini. "Die Temperatur im Inneren lag bei 31 Grad", so ein Pressesprecher am Donnerstag. Der Hund bekam etwas zu trinken. Die Beamten stellten einige Wertgegenstände aus dem Auto sicher, darunter das Handy der Fahrzeughalterin und einen Föhn.

Nach eineinhalb Stunden taucht Frauchen auf

Zudem hinterließen die Beamten für die 29-Jährige aus München eine Nachricht, wo sie ihren Hund abholen kann: auf der PI in Neuperlach. Dort kam die Mini-Fahrerin um 14.30 Uhr an. Ob ihr Hund es so lange in dem schwarzen, aufgeheizten Auto ausgehalten hätte, ist fraglich. Die Frau wurde wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt. Zum Bußgeld kommt dann noch der Austausch der Seitenscheibe, bei einem Mini auch kein billiges Vergnügen.

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