Polizei nimmt in München Löwen-Fans wegen Vandalismus fest

Erneut hat die Polizei Fans des TSV 1860 München erwischt, die im Münchner Stadtgebiet Hauswände beschmierten und Sticker auf Verkehrsschilder im Bereich der Kreuzung Camerloher- und Rushaimerstraße klebten. Am Tatort im Stadtteil Laim wurde nach Polizeiangaben unter anderem die Parole "30 Jahre 1860 Chaoten" hinterlassen.
Täter waren teilweise mit Sturmhauben maskiert
Eine Zivilstreife der Polizeiinspektion 41 aus Laim bemerkte am Donnerstagabend gegen 22.30 Uhr eine größere Personengruppe. Manche der Verdächtigen trugen Sturmhauben. Die Männer besprühten den Bereich mit verschiedenen Schmierereien, die nach Polizeiangaben allesamt Bezug zum TSV hatten, und klebten Sticker mit Fußballbezug auf. Die Beamten forderten über Funk Verstärkung an. Zusammen gelang es, drei Tatverdächtige festzunehmen. Die anderen Beteiligten flüchteten zu Fuß. Am Tatort wurden Spraydosen, eine Sturmhaube und Sticker der Münchner Löwen sichergestellt. Durch das Bekleben und Besprühen von Hausmauern, Verkehrszeichen und einem Stromkasten entstand laut Polizei ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro.
Polizist bei Festnahme verletzt
Die drei Tatverdächtigen wurden von den Polizisten zu Boden gebracht und gefesselt. Dabei erlitt einer der Polizeibeamten Schürfwunden am Arm, er war aber weiterhin dienstfähig, so ein Sprecher des Präsidiums. Anschließend wurden die Verdächtigen zur Polizeidienststelle gebracht. Nach Angaben eines Polizeisprechers sind die jungen Männer zweifelsfrei der Fan-Szene der Münchner Löwen zuzuordnen.
Alle drei sind bereits wegen Straftaten polizeibekannt
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich laut Polizei um drei junge Männer aus München: einen 16-Jährigen mit deutscher und kosovarischer Staatsangehörigkeit. Er ist bereits wegen Gewaltdelikten bei der Polizei aktenkundig. Ein 20-Jähriger mit deutscher Staatsangehörigkeit ist ebenfalls bei der Polizei kein Unbekannter. Gegen ihn wurde bereits wegen Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Der dritte Tatverdächtige ist 21 Jahre alt, er hat sowohl die deutsche als auch die griechische Staatsangehörigkeit, auch er ist bereits wegen eines Waffendeliktes bei der Polizei bekannt. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden alle drei wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen werden von der Münchner Kriminalpolizei geführt.