Polizei: Mehrere Zwischenfälle bei "1.000 Kreuze"-Gegenprotest in München

Ein Teilnehmer der Demo gegen die Abtreibungsgegner von "1.000 Kreuze" soll versucht haben, einem Beamten die Waffe zu entreißen. Die Polizei nahm mehrere Menschen fest.
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Rund 350 Gegendemonstranten waren auf der Straße, hier kam es laut Polizei zu mehreren Zwischenfällen.
Rund 350 Gegendemonstranten waren auf der Straße, hier kam es laut Polizei zu mehreren Zwischenfällen. © IMAGO / aal.photo

München - Die Polizei hat am Montag Bilanz zu den beiden Demos am Sonntag gezogen: Wie berichtet, waren rund 100 Abtreibungsgegner bei von einem christlich-fundamentalistischen Verein organisierten Gebetszug in der Münchner Innenstadt unterwegs gewesen.

Unter dem Motto "1.000 Kreuze für das Leben" waren sie rund drei Stunden in der Stadt unterwegs. Laut Polizei versuchten "einige opponierende Versammlungsteilnehmer, diese Versammlung zu stören". Die Beamten konnten allerdings verhindern, dass die Gruppen aufeinandertrafen. Der "1.000 Kreuze"-Marsch wurde "gegen 16.30 Uhr ohne weitere Vorkommnisse beendet", berichtet die Polizei.

Die Polizei musste laut eigener Aussage unter Androhung des Schlagstocks die Demonstranten zurückdrängen.
Die Polizei musste laut eigener Aussage unter Androhung des Schlagstocks die Demonstranten zurückdrängen. © imago/aal.photo

Gegenprotest: Polizei nimmt Demonstranten fest

Ganz anders der Gegenprotest. Hier kam es den Beamten zufolge zu mehreren Zwischenfällen. "Im Bereich der Von-der-Tann-Straße drängten einige Versammlungsteilnehmer die begleitenden Einsatzkräfte ohne erkennbaren Anlass gewaltsam gegen eine dort befindliche Baustellenabsperrung und mussten deshalb, vereinzelt auch nach vorheriger Androhung mit einem Einsatzstock, zurückgedrängt werden", schreibt die Polizei am Montag.

Mehr noch: ein Teilnehmer habe laut Polizei nach der Dienstwaffe eines Beamten gegriffen und "konnte nur mit weiteren Zwangsmitteln davon abgehalten werden".

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Zwei weitere Gegendemonstranten wurden später am Odeonsplatz festgenommen, weil sie mit Gegenständen auf Beamte losgegangen sein sollen. Sie wurden wegen eines tätlichen  Angriffs auf Vollstreckungsbeamte angezeigt.

"Wir kämpfen für das Recht selbst über einen Schwangerschaftsabbruch zu entscheiden. Aus diesem Grund demonstrierten wir gegen den Marsch der Abtreibungsgegner*innen", wird Nina Stern, Sprecherin der Antisexistischen Aktion München, in einer Mitteilung zitiert. "Unser Ziel: den christlich-fundamentalistischen Aufmarsch zu verhindern und gleichzeitig kreativen Gegenprotest zu mobilisieren, um unsere Inhalte publik zu machen."

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