Polizei fasst in München langgesuchten Serieneinbrecher

Der 42-jährige gebürtige Brandenburger soll in der Innenstadt mindestens zwei Dutzend Einbrüche in Gewerbeimmobilien verübt haben. Der Gesamtschaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt. Der Verdächtige hat auch schon im Gefängnis gesessen. Auf seine erneute Festnahme reagierte er ziemlich ungewöhnlich.
Ralph Hub
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Zivilfahnder haben in der Nacht auf Dienstag in München einen lange gesuchten mutmaßlichen Serieneinbrecher geschnappt. (Symbolbild)
Zivilfahnder haben in der Nacht auf Dienstag in München einen lange gesuchten mutmaßlichen Serieneinbrecher geschnappt. (Symbolbild) © Marcus Brandt

Zivilfahnder der PI 14 (Westend) und PI 15 (Sendling) hatten sich zusammengetan und jagten gemeinsam den Serieneinbrecher. Seit September 2025 soll er mehr als zwei Dutzend Taten verübt haben. Die Häufung von Einbrüchen in der gesamten Innenstadt in Lokale und Gewerbeimmobilien ließ ahnen, dass hier ein Profi am Werk war.

Die Ermittler hatten einen bestimmten Verdächtigen im Visier: einen 42 Jahre alten Mann aus Frankfurt an der Oder. Der gebürtige Brandenburger hatte an den Tatorten in München massenweise Spuren hinterlassen, DNA und Fingerabdrücke. Im Polizeicomputer befinden sich mehr als 100 Einträge. Der Verdächtige hat auch bereits einige Jahre im Gefängnis verbracht.

Festnahme fünf Minuten nach Mitternacht

Zivilbeamte erkannten den Gesuchten am Dienstag wenige Minute nach Mitternacht in der Schwanthalerstraße. "Er hatte Einbruchswerkzeug in einem Rucksack dabei", sagte ein Polizeisprecher, "eine Zange und mehrere große Schraubendreher." In seinem Hotelzimmer auf der Schwanthalerhöhe fanden die Beamten zudem später vermeintliches Diebesgut und auch Kleidung, die er bei Einbrüchen getragen haben soll. An einigen Tatorten war der 42-jährige Verdächtige von Überwachungskameras gefilmt worden.

Tatverdächtiger reagiert erleichtert

Der Mann aus Frankfurt an der Oder tat in der Nacht auf Dienstag etwas, das selbst erfahrene Kriminaler eher selten erleben: "Der Mann bedankte sich bei den Beamten, dass die ihn endlich festgenommen hatten", sagte ein Polizeisprecher. Dem Ostdeutschen schien dabei eine echte Last von den Schultern gefallen zu sein. Der ständig steigende Fahndungsdruck hatte den Mann aus Frankfurt vermutlich mürbegemacht.

Über 50.000 Euro Beuteschaden

Zudem ist 42-Jährige offenbar auch seit vielem Jahren drogenabhängig. Einen Teil seiner Beute dürfte er zur Finanzierung seiner Sucht verwendet haben. In München glaubt die Polizei, ihm mindestens 23 Einbrüche nachweisen zu können. Gesamtschaden: über 50.000 Euro. Inzwischen sitzt der mutmaßliche Serieneinbrecher in der JVA Stadelheim in U-Haft.

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