Verhängnisvoller Fehler am Notausstieg: Graffiti-Sprayer in Schwabing ertappt

Die Verdächtigen sollen einen abgestellten Zug im Tunnel an einer U-Bahn-Station in Schwabing besprüht haben. Zeugen beobachteten vier Verdächtige in der Nähe. Welcher verhängnisvolle Fehler den mutmaßlichen Sprayern unterlief.
Ralph Hub
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Eine einfahrende U-Bahn der Linie U6. Polizisten haben vier Männer festgenommen, die an der Station Dietlindenstraße einen abgestellten U-Bahn-Zug beschmiert haben sollen. (Symbolbild)
Eine einfahrende U-Bahn der Linie U6. Polizisten haben vier Männer festgenommen, die an der Station Dietlindenstraße einen abgestellten U-Bahn-Zug beschmiert haben sollen. (Symbolbild) © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Auf einer Fläche von mehr als hundert Quadratmetern ist ein abgestellter U-Bahn-Zug im Tunnel in der Nähe des Bahnhofs Dietlindenstraße in München-Schwabing beschmiert worden. Die vier mutmaßlichen Täter im Alter zwischen 24 und 37 drangen, wie die Polizei jetzt mitteilte, bereits am 8. Februar, einem Sonntag, in den frühen Morgenstunden in den U-Bahn-Tunnel in Schwabing ein.

Tags auf mehr als 100 Quadratmetern Fläche

Sie beschmierten die Seite der U-Bahn mit verschiedenen Tags. Als sie den Tunnel über den Notausstieg wieder verlassen wollten, passierte ihnen ein Fehler. Sie lösten den Alarm aus. Passanten sprachen eine Polizeistreife an, die zufällig in der Nähe war. Die Zeugen berichteten, dass sie vier vermummte Gestalten in der Nähe des Notausstiegs gesehen hätten. Sie seien in einem Auto verschwunden. Das Kennzeichen hatten sich die Zeugen gemerkt.

Als Polizisten über den Notausstieg in den U-Bahn-Tunnel eindrangen, rochen sie sofort den Geruch frischer Farbe. Auf der Seite der U-Bahn standen verschiedene Tags wie das Wort "Panko". Die Farbe war noch frisch, die Täter mussten ihr Werk erst kurz zuvor beendet haben.

Der Rest war für die Polizei ein Kinderspiel

Über eine Halterabfrage im Polizeisystem war der Besitzer des verdächtigen Autos schnell ausfindig gemacht. Der Mann ist in Bogenhausen gemeldet. Eine Streife fuhr zu der Adresse. Die Beamten durchsuchten dort das Auto und fanden darin Spraydosen. Im weiteren Verlauf, so eine Polizeisprecherin am Mittwoch, "erhärtete sich der Verdacht, dass es sich hierbei um die Tatverdächtigen handeln könnte,
woraufhin die Insassen festgenommen wurden." Bei den vier Männern handelt es sich laut Polizei um zwei Münchner, einen Deutsch-Tunesier (32), einen Deutschen (37), einen 24-jährigen Deutschen aus der Nähe von Ebersberg und einen 27-jährigen Deutschen aus NRW.

Alle Verdächtigen sind auf freiem Fuß

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die vier Tatverdächtigen anschließend wieder entlassen. Gegen die Männer wurde ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Sachbeschädigung durch Graffiti eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 23 des Polizeipräsidiums München.

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14 Kommentare
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  • Der wahre tscharlie am 18.02.2026 18:52 Uhr / Bewertung:

    Es gibt doch jede Menge schöne Grafitti-Gemälde.
    Und natürlich ist das besprühen einer U-Bahn illegal und wird strafrechtlich verfolgt werden.
    Aber es darf auch legal gesprayt werden, wenn der Eigentümer zustimmt. Siehe die Mauer an der Großmarkthalle.

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  • Huawa am 18.02.2026 17:34 Uhr / Bewertung:

    Ich würd sie ihr Geschmier ja wegputzen lassen. Unter Aufsicht und mit Kontrolle natürlich. Und wenn noch mehr von ihren Tags entdeckt werden, dürften sie diese auch gleich wegputzen - am helllichten Tag natürlich, damit es ihnen auch recht peinlich ist.

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  • Newi83 am 18.02.2026 15:11 Uhr / Bewertung:

    München ist auch in der Beziehung die Stadt der Dreckschweine.

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