Polizei ermittelt nach zwei tödlichen Bahnunfällen in München

Zwei tödliche Bahnunfälle beschäftigen die Münchner Polizei. In beiden Fällen ist unklar, warum die Personen auf den Gleisen liefen.
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Am Heimeranplatz musste die Feuerwehr 40 Fahrgäste aus einem Zug bringen.
ms/AZ Am Heimeranplatz musste die Feuerwehr 40 Fahrgäste aus einem Zug bringen.

München - Am Freitag ereigneten sich gleich zwei Bahnunfälle mit tödlichem Ausgang, die Polizei sucht in einem Fall Hinweise zum Toten, im zweiten Fall ist noch unklar, welcher Zug betroffen ist.

Gegen 7:15 lief am Heimeranplatz ein derzeit noch unbekannter Mann inmitten des rechten Gleisstrangs im Kurvenbereich der Bahnstrecke Donnersberger Brücke/Heimeranplatz. Warum er auf den Gleisen lief und wohin er wollte, ist unklar. Ein 22-Jähriger Triebwagenführer der Regionalbahn München-Mühldorf nahm den Fußgänger wahr und gab ein Alarmsignal ab.

Der Fußgänger hörte das Signal, drehte sich noch nach dem Zug um und wollte das Gleis offenbar nach links verlassen. Dies gelang jedoch nicht mehr. Er wurde erfasst und erlitt tödliche Verletzungen. Der Zugführer und die etwa 40 Fahrgäste blieben unverletzt, wurden aus dem Zug evakuiert und durch die Feuerwehr sicher über die Gleise zum Heimeranplatz begleitet. Zur Unfallaufnahme waren die Gleise für 2,5 Stunden in beide Richtungen gesperrt.

Die Polizei sucht nun nach Personen, die Angaben zu dem Toten machen können. Er wird wie folgt beschrieben: Bei dem Getöteten handelt es sich um einen etwa 40 bis 45-jährigen Mann, südländischer Typ mit kurzen, dunklen Haaren. Er ist 170 cm groß, kräftige Statur und trug zur Unfallzeit blaue Jeans und eine helle Oberbekleidung.

Zweiter Unfall in Allach

Um kurz nach acht Uhr ereignete sich dann in Allach ein weiterer tödlicher Unfall. Nach derzeitigem Ermittlungsstand lief ein 52-jähriger Münchner verbotswidrig neben dem rechten der sieben Gleise an der Kraus-Maffei-Straße. Von wo aus er den Gleisbereich betrat und wohin er wollte, ist nicht bekannt.

Ein Angestellter eines Unternehmens sah von seinem Bürofenster aus einen leblosen Körper neben den Gleisen liegen und verständigte die Rettungskräfte, die jedoch nur noch den Tod des Münchners feststellen konnten. Offenbar war er von einem noch nicht bekannten Zug erfasst und sofort getötet worden.

Bei dem Gleiskörper, an dem sich der tödliche Unfall ereignete, handelt es sich um ein überregionales Gleis, das auch von ICE-Zügen der Deutschen Bahn befahren wird. Entsprechende Ermittlungen nach dem betroffenen Zug wurden eingeleitet. Die Gleise waren im Rahmen der Unfallaufnahme für rund 1,5 Stunden gesperrt.

Lesen Sie hier: Schweizer wendet mitten auf Chiemgaustraße - drei Verletzte

 

 

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