Polizei deckt groß angelegten Betrug mit Allergiemedikament in München auf

Die Polizei nimmt noch am Tatort, einer Apotheke im Stadtteil Trudering, zwei Männer fest. Sie haben gefälschte Rezepte und Medikamente dabei. Ein 33-Jähriger sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Der Verdächtige wendet eine neue Masche an. 
Ralph Hub
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Polizisten haben einen 33-Jährigen mit gefälschten Rezepten erwischt und festgenommen. (Symbolbild)
Polizisten haben einen 33-Jährigen mit gefälschten Rezepten erwischt und festgenommen. (Symbolbild) © Marcus Brandt

Nicht nur auf Abnehmspritzen, Abnehmpillen und extrem teure Krebsmedikamente haben es Betrüger abgesehen. In München hat die Polizei zwei Männer erwischt, die mithilfe gefälschter Rezepte in mehreren Apotheken im Stadtgebiet Medikamente gegen Allergien ergaunert haben sollen.
Einer Mitarbeiterin einer Apotheke in Trudering fiel vor einigen Tagen ein gefälschtes Rezept auf.

Was ungewöhnlich ist: Der Kunde, ein 33 Jahre alter Mann aus Moldau, kam persönlich in der Apotheke vorbei, um das Präparat zu bestellen. Am nächsten Tag wollte er es abholen. Das Antiallergikum "Ragwizax 12" kostet pro Packung bis zu 1000 Euro. Der finanzielle Schaden wäre auf Kosten der Krankenkassen gegangen.

Ungewöhnlich: Verdächtiger bestellt nicht telefonisch

Als der Kunde das Medikament in der Apotheke in Trudering abholen wollte, erwartete ihn bereits die Polizei. Der Verdächtige wurde festgenommen. Vor der Apotheke wartete ein mutmaßlicher Komplize, ein 42 Jahre alter Mann aus Lettland. Auch er wurde festgenommen.

Noch mehr Medikamente und gefälschte Rezepte

Die Ermittlungen ergaben, dass der 33-Jährige bereits in mehreren anderen Apotheken gefälschte Rezepte vorgelegt hatte. Bei der Durchsuchung der Unterkunft des 33-Jährigen wurden acht weitere Allergiemedikamente im Gesamtwert von rund 8000 Euro sichergestellt.

Der 33-Jährige wurde einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der erließ einen Haftbefehl. Der Verdächtige sitzt inzwischen in U-Haft in einer Justizvollzugsanstalt. Der 42-Jährige wurde dagegen nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.

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