Plötzlich schaltet sich Ex-Torwart Jens Lehmann live in den Gerichtssaal

Jens Lehmann soll angeblich die Rechnung für drei Mietwagen nicht bezahlt haben – doch der Ex-Torwart sieht die Sache völlig anders.
Sophia Willibald
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Ganz überraschend schaltet sich Jens Lehmann (56) am Mittwochnachmittag per Video in den Sitzungssaal des Landgerichts II.
Ganz überraschend schaltet sich Jens Lehmann (56) am Mittwochnachmittag per Video in den Sitzungssaal des Landgerichts II. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON (www.imago-images.de)

Auf einmal erscheint Jens Lehmanns Gesicht auf dem großen Bildschirm des Sitzungssaals 502 des Landgerichts München II – unerwartet, denn geladen waren in der Zivilsache am Mittwoch eigentlich nur die Anwälte beider Seiten.

Eine Autovermietung wirft dem Ex-Torwart vor, die Kosten für drei Mietwagen einschließlich Schäden, die seine Tochter verursacht haben soll, nicht beglichen zu haben. Streitwert: knapp 55.000 Euro.

Ex-Profispieler Jens Lehmann schaltet sich live in den Gerichtssaal – Streitwert: knapp 55.000 Euro 

Lehmann hat in der Sache offenbar Redebedarf und erklärt dem Richter ruhig und ausführlich seine Sicht der Dinge: Von Beginn an sei vereinbart gewesen, dass er die Autos unentgeltlich nutzen dürfe.

Stattdessen habe es ein Kooperationsmodell gegeben: Er soll die Autovermietung auf andere Weise unterstützt haben, etwa indem er bei Fußballspielen eingeladene Kunden durch seine Anwesenheit als Ex-Profispieler "unterhielt".

Keine Einigung der beiden Parteien – der Streit geht weiter

Die Klägerseite bestreitet das. Dass Jens Lehmann bei solchen Spielen mit dabei war, sei aus rein privaten Gründen gewesen. Was es tatsächlich gegeben haben soll, ist eine Vereinbarung zur Kundenanwerbung.

Der Ex-Profispieler hätte demnach die Möglichkeit gehabt, für die Autovermietung neue Kunden zu gewinnen und dafür einen Rabatt auf seine Mietrechnung zu erhalten. Viel sei dabei jedoch nicht zusammengekommen, so die Klägervertretung.

Einigen können sich die beiden Parteien also erst einmal nicht, weitere Zeugen sollen gehört werden. Termine hierfür stehen noch aus. 

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  • Radl Rainer vor einer Stunde / Bewertung:

    Für Außenstehende klingt die Sicht von Lehmann hier glaubwürdiger. Vermutlich einfach auch ein Zeitdokument davon, dass man in D nichts mehr mit Handschlag und mündlich machen kann, ohne am Ende ver***scht zu werden. Es wird gelogen und betrogen. Niemand hat mehr Anstand, niemand denkt mehr langfristig.

    Ausserdem: Wenn die strittige Miete so hoch war, dann sollte sie auch eine Vollkasko inkludieren, die Schäden übernimmt.

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  • JENZZ vor 3 Stunden / Bewertung:

    Unabhängig davon, was man von Herrn Lehmann hält, dürfte es die Aufgabe des Vermieters sein zu belegen, dass er mehr oder weniger ein normaler Mietkunde war. Und dann gibt es einen Mietvertrag, den man gegenseitig bestreiten kann. Schäden sind ohnehin ein Fall für die Versicherung, die ein wesentlicher Bestandteil im Mietwagengeschäft ist. Finanziell kann er es sich wohl problemlos leisten, jeden beliebigen Autovermieter zu wählen. Anscheinend hat diese "Kooperation" mit einem vermutlich eher unbekannten Vermieter wohl nicht so gut funktioniert.

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