Plötzlich schaltet sich Ex-Torwart Jens Lehmann live in den Gerichtssaal
Auf einmal erscheint Jens Lehmanns Gesicht auf dem großen Bildschirm des Sitzungssaals 502 des Landgerichts München II – unerwartet, denn geladen waren in der Zivilsache am Mittwoch eigentlich nur die Anwälte beider Seiten.
Eine Autovermietung wirft dem Ex-Torwart vor, die Kosten für drei Mietwagen einschließlich Schäden, die seine Tochter verursacht haben soll, nicht beglichen zu haben. Streitwert: knapp 55.000 Euro.
Ex-Profispieler Jens Lehmann schaltet sich live in den Gerichtssaal – Streitwert: knapp 55.000 Euro
Lehmann hat in der Sache offenbar Redebedarf und erklärt dem Richter ruhig und ausführlich seine Sicht der Dinge: Von Beginn an sei vereinbart gewesen, dass er die Autos unentgeltlich nutzen dürfe.
Stattdessen habe es ein Kooperationsmodell gegeben: Er soll die Autovermietung auf andere Weise unterstützt haben, etwa indem er bei Fußballspielen eingeladene Kunden durch seine Anwesenheit als Ex-Profispieler "unterhielt".
Keine Einigung der beiden Parteien – der Streit geht weiter
Die Klägerseite bestreitet das. Dass Jens Lehmann bei solchen Spielen mit dabei war, sei aus rein privaten Gründen gewesen. Was es tatsächlich gegeben haben soll, ist eine Vereinbarung zur Kundenanwerbung.
Der Ex-Profispieler hätte demnach die Möglichkeit gehabt, für die Autovermietung neue Kunden zu gewinnen und dafür einen Rabatt auf seine Mietrechnung zu erhalten. Viel sei dabei jedoch nicht zusammengekommen, so die Klägervertretung.
Einigen können sich die beiden Parteien also erst einmal nicht, weitere Zeugen sollen gehört werden. Termine hierfür stehen noch aus.
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