Plastikfrei einkaufen in München - in diesen Geschäften geht es

Ein plastikfreier Alltag ist für die meisten noch unvorstellbar. In den Supermärkten findet man schließlich kaum noch Produkte, die nicht in Plastik verpackt sind. Und doch gibt es einige Geschäfte in München, in denen es möglich ist, umweltschonend einzukaufen.
| Niklas Braun
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Eine Abfüllstation für Wasch- und Spülmittel bei basic.
Patrick Meroth 3 Eine Abfüllstation für Wasch- und Spülmittel bei basic.
So, oder so ähnlich kann man in Unverpackt-Läden einkaufen gehen. (Symbolfoto)
Gregor Fischer/dpa 3 So, oder so ähnlich kann man in Unverpackt-Läden einkaufen gehen. (Symbolfoto)
Ein "Einmal ohne, bitte"-Sticker im Eingangsbereich des "Heldenspeise" in München
Niklas Braun 3 Ein "Einmal ohne, bitte"-Sticker im Eingangsbereich des "Heldenspeise" in München

Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist bei vielen schon angekommen. Man nimmt den eigenen Stoffbeutel mit, vermeidet Plastiktüten, fährt öfter mal mit dem Fahrrad oder bestellt einen Cocktail ohne Strohhalm. Doch beim Einkaufen selbst fällt es den meisten schon schwerer sich umweltfreundlich zu verhalten. Dafür sind zu viele Produkte in Supermärkten in Plastik verpackt. Wer den eigenen Plastikverbrauch noch etwas mehr einschränken möchte, kann in diesen Geschäften fündig werden:

Abfüllstationen bei "basic"

Die Bio-Supermarktkette "basic" weitet ein interessantes Projekt auf all ihre Filialen aus. Um unnötige Verpackungen einzusparen gibt es bei "basic" nun eine Abfüllstation für Wasch und Spülmittel. Dort können Kunden passende Flaschen für 60 Cent kaufen und immer wieder auffüllen. In einer einzigen Filiale wurden so innerhalb eines Jahres bereits rund 800 Waschmittelflaschen eingespart. Bis Juni 2020 sollen so mindestens 10.824 Waschmittelflaschen eingespart werden.

Das Konzept schlägt Wellen. Die Drogeriekette "dm" bietet inzwischen ebenfalls solche Stationen für Wasch- und Spülmittel an, bisher allerdings nur in Österreich. Spannend wird, ob solche Abfüllstationen in Zukunft auch für Lebensmittel eingesetzt werden. Übrigens bietet "dm" inzwischen auch schon Holzzahnbürsten an.

Eine Abfüllstation für Wasch- und Spülmittel bei basic.
Eine Abfüllstation für Wasch- und Spülmittel bei basic. © Patrick Meroth

 

Shampoo und Seife bei "Lush"

Bei "Lush" gibt es einige Kosmetikprodukte ohne Verpackung. So zum Beispiel Shampoo und Seife. Das Shampoo sieht aus, wie ein Stück Seife und wird auch ähnlich benutzt - nur eben für die Haare. Zwar kostet ein Stück um die zehn Euro, das hält allerdings auch ungefähr ein halbes Jahr (bei kurzen Haaren). Seifenstücke gibt es dort ebenfalls unverpackt. 

Lebensmittel bei Unverpackt-Läden

Reis, Mehl, Tee, Gewürze, Alkohol, Essig, Öl und vieles mehr kann man komplett ohne Plastik im "Ohne Laden" in München kaufen. Allerdings sollte man seine eigene Verpackung schon dabei haben. Dabei kann es sich um Brotzeitboxen, Schraubgläser oder auch Baumwollsäckchen handeln - hauptsache sauber. Dann kann man sich die Lebensmittel abfüllen und spart Verpackungsmüll ein. Hier geht's zur Sortimentsliste. Weitere Unverpackt-Läden in München sind "Kräutergarten", "Stemmerhof", "Plastikfreie Zone" und "Viktualieneck".

So, oder so ähnlich kann man in Unverpackt-Läden einkaufen gehen. (Symbolfoto)
So, oder so ähnlich kann man in Unverpackt-Läden einkaufen gehen. (Symbolfoto) © Gregor Fischer/dpa

"Einmal ohne, bitte" in München

An aktuell 189 Geschäften in und um München klebt das Label "Einmal ohne, bitte". Wer am Eingang eines Ladens einen Sticker sieht, auf dem diese Worte stehen, der kann in diesem Geschäft auch die eigenen Verpackungsmöglichkeiten mitbringen. Vorraussetzung hierbei ist ebenfalls, dass das Gefäß sauber und trocken ist. Hier geht's zur Karte, auf der Sie teilnehmende Läden in München finden können. Bei Geschäften ohne dieses Label schadet es nicht, einfach mal nachzufragen, ob Produkte auch in selbst mitgebrachte Gefäße gepackt werden können.

Ein "Einmal ohne, bitte"-Sticker im Eingangsbereich des "Heldenspeise" in München
Ein "Einmal ohne, bitte"-Sticker im Eingangsbereich des "Heldenspeise" in München © Niklas Braun

Wurst und Käse verpackungsfrei bei "VollCorner"

Bei "VollCorner" können Sie die eigene Verpackungsmöglichkeit mitbringen und folgendermaßen Wurst und Käse an der Theke kaufen:

1. Bringen Sie eine leere und saubere Box mit
2. Öffnen Sie den Behälter
3. Stellen Sie den Behälter auf unser Hygiene-Tablett
4. Bestellen Sie Käse und Wurst wie gewohnt
5. Nehmen Sie den vollen Behälter samt Bon entgegen
6. Verschließen Sie den Behälter
7. Zahlen Sie wie gewohnt an der Kasse

Dieser Biomarkt verleiht seine Stoffbeutel gegen ein Pfand von 2 Euro, die man auch wieder zurückbekommt, wenn man den Beutel zurückgibt. Auch wenn man den eigenen Beutel mal vergessen haben sollte, kann man so plastikfrei einkaufen gehen.

Falls Sie zu dieser Liste noch etwas ergänzen möchten, würden wir uns sehr über einen Kommentar unter diesem Artikel freuen.

Lesen Sie auch: Hier drohen in München viele Parkplätze leer zu stehen

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