Pilotenstreik bei der Lufthansa in München: 710 Starts und Landungen entfallen

Seit Mitternacht sind die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa aufgerufen, zwei Tage lang nicht zu arbeiten. Auch am Münchner Flughafen sind viele Flüge gestrichen worden.
dpa |
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Wegen eines Streiks von Piloten der Lufthansa-Gruppe entfallen am Münchner Flughafen am Montag und Dienstag insgesamt etwa 710 Starts und Landungen. (Archivbild)
Wegen eines Streiks von Piloten der Lufthansa-Gruppe entfallen am Münchner Flughafen am Montag und Dienstag insgesamt etwa 710 Starts und Landungen. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa

 Erneut stehen zahlreiche Flugzeuge am Münchner Flughafen still: Am Montag hat ein zweitägiger Streik von Piloten der Lufthansa-Gruppe begonnen. Der trifft auch Passagiere in München. Insgesamt entfallen etwa 710 Starts und Landungen, wie eine Flughafen-Sprecherin mitteilte.

Zu den Arbeitsniederlegungen aufgerufen hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Da die Reisenden vorgewarnt waren, herrschte vor den Lufthansa-Schaltern kein Gedränge. 

Pilotenstreik bei der Lufthansa soll 48 Stunden dauern

Auf den Internetseiten sowohl der Lufthansa als auch des Münchner Flughafens hieß es, Passagiere der bestreikten Fluggesellschaften seien gebeten, den Status ihres Fluges rechtzeitig online zu prüfen und gegebenenfalls ihre Airline oder den Reiseveranstalter zu kontaktieren. Die Lufthansa-Tochter Eurowings teilte auf ihrer Internetseite mit, man gehe davon aus, dass ein großer Teil des Flugprogramms durchgeführt werden könne.

Der Streik von Pilotinnen und Piloten bei der Kernmarke Deutsche Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline begann um 0.01 Uhr und soll 48 Stunden dauern. Beim Ferienflieger Eurowings waren demnach nur am Montag alle Abflüge von deutschen Flughäfen betroffen.

Unverständnis bei der Lufthansa: "Völlig neuen Stufe der Eskalation"

Es ist die inzwischen vierte Streikwelle bei der Lufthansa. Erst kürzlich kam es wegen Streiks des Kabinenpersonals zu Flugausfällen bei Deutschlands größter Airline. Hintergrund sind Tarifkonflikte um die betriebliche Altersversorgung bei Lufthansa und Lufthansa Cargo sowie die Vergütung bei der Regionaltochter Cityline. Das vorgelegte Angebot zur betrieblichen Altersversorgung bei Eurowings sei inakzeptabel, hieß es von der Gewerkschaft. 

Die Lufthansa will trotz des erneuten Streiks an ihrer Strategie festhalten. Personalvorstand Michael Niggemann warnte die Spartengewerkschaften Vereinigung Cockpit sowie die Kabinengewerkschaft Ufo, ihren Konfrontationskurs fortzusetzen. Mit Blick auf die entstehenden Kosten erklärte er: "Jeder Streik verkleinert die betroffene Fluggesellschaft."

Bereits am Sonntag hatte ein Unternehmenssprecher von einer "völlig neuen Stufe der Eskalation" gesprochen. Die Kernforderung nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge sei absurd und unerfüllbar.

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