Pendler-Ströme um München: Bayern mit zweitmeisten Staus

Weiter steigende Pendler-Zahlen und Touristen-Ströme bescheren den Fernstraßen rund um München jede Menge Staus. Die ADAC-Statistik zeigt: Bayern mischt ganz vorne mit, die Grenzkontrollen schlagen alle Rekorde.
| dpa/AZ
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Wer im vergangenen Jahr auf Deutschlands Autobahnen unterwegs war, musste im Vergleich zum Vorjahr noch mehr Geduld aufbringen: Die Gesamtdauer der gemeldeten Staus stieg um knapp 14 Prozent auf 521.000 Stunden. Das ergab die Auswertung der ADAC Staudatenbank.
ADAC-Info-Grafik Wer im vergangenen Jahr auf Deutschlands Autobahnen unterwegs war, musste im Vergleich zum Vorjahr noch mehr Geduld aufbringen: Die Gesamtdauer der gemeldeten Staus stieg um knapp 14 Prozent auf 521.000 Stunden. Das ergab die Auswertung der ADAC Staudatenbank.

München - Die staureichsten Fernstraßen in Bayern waren im vergangenen Jahr drei Autobahnen, die sich um München schlängeln, so auch in der Nähe der Landeshauptstadt für heftiges Verkehrschaos sorgten und viele Pendler in den Wahnsinn trieben. 

Es zeigt sich: Vor allem in die Metropolen pendeln regelmäßig Hunderttausende. Und München steht laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung an der Spitze der Stadt- und Landkreise. Hier kamen 2019 rund 390.000 Beschäftigte aus einem anderen Kreis in die Stadt zur Arbeit. Es folgten Frankfurt am Main (374.000), Hamburg (350.000) und Berlin (315.000). Umgekehrt pendeln aus den großen Städten auch zunehmend Beschäftigte zu Arbeitsplätzen im Umland oder in andere Großstädte, wie das Bundesinstitut weiter mitteilte.

Wer im vergangenen Jahr auf Deutschlands Autobahnen unterwegs war, musste im Vergleich zum Vorjahr noch mehr Geduld aufbringen: Die Gesamtdauer der gemeldeten Staus stieg um knapp 14 Prozent auf 521.000 Stunden. Das ergab die Auswertung der ADAC Staudatenbank.
Wer im vergangenen Jahr auf Deutschlands Autobahnen unterwegs war, musste im Vergleich zum Vorjahr noch mehr Geduld aufbringen: Die Gesamtdauer der gemeldeten Staus stieg um knapp 14 Prozent auf 521.000 Stunden. Das ergab die Auswertung der ADAC Staudatenbank. © ADAC-Info-Grafik

ADAC-Statistik: A8 2019 staureichste Autobahn in Bayern

Wie das am Donnerstag veröffentlichte Zahlenwerk des Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) zu Staus in Deutschland zeigt, war 2019 die A8 von Salzburg via München nach Karlsruhe die staureichste Autobahn im Freistaat mit 187 Kilometer Stau pro Autobahnkilometer.

Platz zwei nahm in Südbayern der Abschnitt zwischen Garching Süd und dem Autobahnkreuz München Nord auf der A9 mit 1.514 Stunden Stau ein. Platz drei belegte die A96 Lindau-München zwischen der Anschlussstelle München-Laim bis zum Autobahnende München-Sendling (1.436 Stunden).

ADAC-Statistik: 5. Januar 2019 staureichster Tag in Bayern

In Nordbayern stach in puncto Länge und Dauer besonders die A6 hervor. Mit dem Beginn des sechsstreifigen Ausbaus der A3 zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen wird 2020 ein weiteres Nadelöhr hinzukommen.

Auf der A3 wiederum fand sich der staureichste Abschnitt ganz Deutschlands: Wegen der Grenzkontrollen bei Passau steckten Auto- wie Lasterfahrer dort 3.220 Stunden oder umgerechnet 134 Tage fest, wie aus der ADAC-Staubilanz hervorgeht.

Die meiste Stunden (655) standen die Autofahrer in Bayern übrigens am 5. Januar im Stau. Die größte Gesamtlänge gab es mit 4.072 Kilometern am 1. August.

ADAC-Staubilanz: Bayern 2019 auf Platz zwei hinter NRW

Damit haben im vergangenen Jahr fast ein Fünftel aller Staus auf bundesdeutschen Autobahnen Fernstraßen in Bayern verstopft: Damit belegt der Freistaat Platz zwei hinter Nordrhein-Westfalen Insgesamt staute es sich 2019 in Bayern fast 83.500 Stunden lang, ein Plus von knapp 13 Prozent.

Zugleich ging jedoch die Gesamtlänge von 267.000 Kilometern um drei Prozent zurück. Setzt man die Staulängen ins Verhältnis zur Länge des jeweiligen Autobahnnetzes, liegt Bayern bei den Flächenländern im Mittelfeld.

Der ADAC spricht sich für den weiteren Ausbau des ÖPNV zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit aus, um vor allem im Berufsverkehr Entlastung zu schaffen. Auch die Modernisierung der Schienensysteme im Nah- und Fernverkehr müsse konsequent vorangetrieben werden, um so die Kapazitäten und die Zuverlässigkeit zu steigern - mit dem Ziel, mehr Autofahrer zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen.

Lesen Sie auch: Autoindustrie hält an Nein zu Tempolimit fest

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