Parfümerie-Kette Douglas macht vier Filialen in München dicht

Die Douglas-Geschäfte in der Neuhauser und Sendlinger Straße öffnen nach Ende des laufenden Corona-Lockdowns erst gar nicht mehr. In Bayern sind insgesamt zehn Filialen betroffen.
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Deutschlands größte Parfümeriekette Douglas will fast jede siebte Filiale in der Bundesrepublik schließen.
Deutschlands größte Parfümeriekette Douglas will fast jede siebte Filiale in der Bundesrepublik schließen. © Daniel Karmann/dpa

München - Die Parfümerie-Kette Douglas schließt in Bayern mehrere Filialen, darunter auch vier Geschäfte in München. Das bestätigte am Mittwochvormittag eine Sprecherin des Unternehmens der AZ. Zuvor hatte die "Bild" darüber berichtet.

In der Landeshauptstadt sind die Douglas-Shops in der Leopoldstraße (Schließung am 31. Juli) und in der Passauerstraße (31. Mai) sowie die City-Filialen in der Neuhauser Straße und in der Sendlinger Straße betroffen. Die beiden Geschäfte in der Innenstadt werden bereits nach dem Lockdown nicht mehr öffnen!

Kurz vor Schließung: "Viele Produkte zu einem vergünstigten Preis"

Nach Angaben der Sprecherin bietet Douglas seinen Kunden "kurz vor der Schließung einer Filiale viele Produkte zu einem vergünstigten Preis an, weitere Produkte werden auf das bestehende Filialnetz verteilt".

Hintergrund der Maßnahmen ist laut Douglas die Tatsache, dass das Netz der Geschäfte in den vergangenen Monaten auf Wirtschaftlichkeit geprüft worden sei. Corona habe den Trend noch einmal beschleunigt, dass immer mehr Kunden online einkaufen würden.

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Deutschlands größte Parfümeriekette will fast jede siebte Filiale in der Bundesrepublik schließen, insgesamt zehn sollen es in Bayern sein. Der Konzern reagiere mit dem Aus für rund 60 der mehr als 430 Filialen auf die immer schnellere Verlagerung der Umsätze ins Internet, sagte Douglas-Chefin Tina Müller Ende Januar.

Das von der Covid-19-Pandemie geprägte Geschäftsjahr 2019/2020 brachte für das Unternehmen ein durchwachsenes Ergebnis. Zwar konnte Douglas dank seiner starken Online-Präsenz die Auswirkungen der Pandemie auf den Umsatz in Grenzen halten. Er sank "nur" um 6,4 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Doch das operative Ergebnis ging um 16,7 Prozent auf 292 Millionen Euro zurück. Und unter dem Strich musste der Konzern nicht zuletzt wegen hoher Wertberichtigungen sogar einen Verlust von 517 Millionen Euro ausweisen.

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