Osterferien-Start: Kein bisschen Ballermann am Münchner Flughafen

Zum Ferienstart ist am Flughafen nichts zu sehen von Party-Tourismus. Nur wenige Münchner machen sich auf den Weg in entspannte Tage.
| Daniel von Loeper
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Die Familie Nelson Das Neves am Freitag kurz vor dem Abflug nach Spanien im Terminal.
Die Familie Nelson Das Neves am Freitag kurz vor dem Abflug nach Spanien im Terminal. © Daniel von Loeper

München - Was wurde nicht alles diskutiert über die Mallorca-Urlauber. Ob sich Party-Urlaub gehört - in diesen Zeiten? Am Freitagmittag ist am Flughafen auf jeden Fall nichts zu sehen von Sauf-Touristen-Gruppen. Keine Lederhosen-Junggesellen-Abschiede, keine lärmenden Mädels-Gruppen, kein bisschen Ballermann-Gefühl.

Münchner Flughafen: Mit der Maske auf Reisen

Stattdessen: sehr wenige Reisende, viel weniger als in normalen Zeiten. Und viele derer, die unterwegs sind, fahren heim, um ihre Familien im Ausland zu besuchen. So wie die Familie Nelson Das Neves. Vater Beves Nelson Das Neves (43) sagt zur AZ: "Wir haben ein Jahr unsere Familie in Spanien nicht mehr gesehen aufgrund der aktuellen Situation und freuen uns jetzt darauf, dort eine Woche Urlaub zu machen." Danach gehe es wieder zurück nach München. "Wir haben keine Bedenken, bei Rückkehr in München dann einen Test machen zu müssen, das ist für uns okay." Eine Gruppe, die nach Party-Tourismus ausschaut, taucht dann doch noch auf, winkt aber ab und will nicht mit der AZ sprechen.

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Verreisen ja - aber in diesen Zeiten besser nicht daheim dabei erwischt werden. Flugbegleiterin Nina Benltaief (40), Mia und Reiseleiter Sabri Benltaief sind es beruflich gewohnt zu reisen. Jetzt sind sie aber privat nach Tunesien unterwegs. Nina Benltaief sagt: "Wir fliegen nach Tunis und bleiben dort für zehn Tage. Wir sind nicht im Hotel untergebracht, sondern bei meiner Familie. Der Inzidenzwert ist dort unter 50 und von daher ist die Lage dort noch besser als in München." Aufgrund der Tests habe sie keine Bedenken. Sabri Benltaief sagt: "Wir nehmen die aktuelle Situation sehr ernst. Dennoch wollen wir einfach mit der Familie etwas schöne Zeit miteinander verbringen." Die beiden tragen Masken. So wie alle, in dem einen geöffneten Terminal am Flughafen, in dem zum Ferienstart fast nichts von Ballermann-Stimmung zu sehen ist.

Nina Benltaief (l.) mit Tochter Mia Benltaief und Sabri Benltaief (41) auf dem Weg nach Tunis.
Nina Benltaief (l.) mit Tochter Mia Benltaief und Sabri Benltaief (41) auf dem Weg nach Tunis. © Daniel von Loeper

Wo fliegen Sie hin in den Urlaub?

Rolf und Helena Reichert.
Rolf und Helena Reichert. © Daniel von Loeper

Rentner Rolf Reichert (77): "Für das Foto nehmen wir die FFP2-Masken kurz ab. Ich bin schon geimpft und freue mich, mit meiner Frau Helena nach Portugal zu fliegen. Wir haben dort unseren Zweitwohnsitz, werden Bohnen ernten und uns das Meer anschauen. Wir sind zuversichtlich und lassen uns bei Rückkehr in München testen."

Eine Frau wird im Impfzentrum gegen das Coronavirus geimpft. Victoria Anikeeva.
Eine Frau wird im Impfzentrum gegen das Coronavirus geimpft. Victoria Anikeeva. © Daniel von Loeper

Schülerin Victoria Anikeeva (18): "Ich fliege für eine Woche nach Moskau. Ein bisschen Sorgen mache ich mir schon aufgrund der aktuellen Situation. Ich bin jedoch sehr vorsichtig und möchte einfach meine Familie sehen. Meine Oma werde ich jedoch nicht besuchen. Ich mache etwas Ferien, werde viel lernen und mich oft testen lassen."

Franz Stetter.
Franz Stetter. © Daniel von Loeper

Rentner Franz Stetter (74): "Ich fliege mit meiner Frau Ursula nach Dubai für zwei Wochen Urlaub. Ich werde dort mal kein Fernsehen schauen, sondern einfach die Zeit genießen unter Einhaltung der Regeln. In Dubai ist die Situation entspannter als in München. Viele sind dort schon geimpft und es tut sich einiges im positiven Sinn."

Ursula Stetter.
Ursula Stetter. © Daniel von Loeper

Rentnerin Ursula Stetter (74): "Ich freue mich auf das Meer in Dubai. Ich möchte schwimmen und Golf spielen. Ich wünsche mir, dass in der Politik mit Mut und Flexibilität ähnlich wie in Tübingen gehandelt wird, um wieder mehr Normalität im Leben haben zu können. Testen ist die Lösung."

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