Orkan "Niklas": Die vorläufige Polizeibilanz
Die Münchner Polizei hatte mit Sturm "Niklas" alle Hände voll zu tun. Am Mittwochmorgen wurde eine erste Bilanz gezogen.
München – Rund 2000 Mal musste die Münchner Polizei am Dienstag ausrücken. Orkan "Niklas" hat in der ganzen Stadt für Chaos und Gefahrenstellen gesorgt. Durch den Einsatz der Beamten und Rettungskräfte konnten aber das Schlimmste verhindert werden. Dennoch: Der Sturm forderte zwei Verletzte, darunter eine Polizistin. Lesen Sie hier den vorläufigen Polizeibericht:
Im Zusammenhang mit dem Orkan „Niklas“ wurden beim Polizeipräsidium München am 31.03.2015, von 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr, 2000 Einsätze abgearbeitet.
Nach Mitternacht entspannte sich die Einsatzlage langsam. Bei den Einsätzen handelte es sich meist um Sturmschäden durch herabfallende Äste, Dachschindeln oder umhergeschobene Fahrzeuganhänger oder um Gefahrenstellen.
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Bislang ist ein leicht Verletzter durch den Sturz eines Baumes auf einen Pkw bekannt. Weiterhin wurde eine Polizeibeamtin durch einen herabfallenden Dachziegel verletzt.
Eine besonders herausragende Auswirkung hatte der Sturm, wie gestern bereits berichtet, am Hauptbahnhof. Hier waren durch Sturmböen mehreren Glasscheiben im Hauptbahnhof beschädigt worden, weshalb dieser von ca. 16:00 Uhr bis 21:00 Uhr gesperrt war.
Von der Sperrung war auch eine Kindergruppe (23 Kinder einer Kita/Hort mit 2 Betreuern – Spatzennest Augsburg) aus Augsburg betroffen, die auf dem kalten Boden des Starnberger Flügelbahnhofs saßen. Sie waren auf einem Tagesausflug zur Allianz Arena. Nach 90min. hat dann die PI 16 ihren Asylraum geöffnet, um die Kinder unter-zubringen. Der Raum war gerade frisch, gereinigt und unbenutzt.
Die Kinder wurden dann von den Eltern mit Fahrgemein-schaften abgeholt.
Bei der Münchner Polizei gingen bis Mittwochmorgen über 5.600 Anrufe ein. Von den insgesamt 2.000 zu bewältigenden Einsätzen waren weit über 1.000 auf den Sturm zurück zu führen. Diese wurden durch über 400 Einsatzfahrzeuge abgearbeitet. Somit wurden die Zahlen vom 03.10.2009 mit 1.491 Einsätzen und 2.921 Anrufen weit übertroffen.