Olympiapark München: Nach 50 Jahren zum Welterbe

Der Olympiapark feiert Jubiläum und bewirbt sich gleichzeitig für die Unesco-Liste.
| Christina Hertel
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Der letzte Schliff: Auch das futuristische Zeltdach sollte, wie der ganze Olympiapark, für Weltoffenheit und Demokratie stehen. (Archivbild)
Der letzte Schliff: Auch das futuristische Zeltdach sollte, wie der ganze Olympiapark, für Weltoffenheit und Demokratie stehen. (Archivbild) © imago sportfotodienst

München - Heuer feiert München ein Jubiläum: 50 Jahre ist es her, dass die Olympischen Spiele stattfanden. Diese prägten München wohl wie keine zweite Veranstaltung.

Vieles gibt es nur wegen Olympia 1972

Wer wissen will, von welchen Maßnahmen die Stadt heute noch profitiert, kann sich von 14. Januar bis 11. März eine Ausstellung in der Rathausgalerie ansehen. Täglich von 10 bis 19 Uhr kann man dort erfahren, wie die U-Bahn innerhalb kurzer Zeit vorangetrieben wurde, wie neue Siedlungen entstanden und die Fußgängerzone entwickelt wurde - weil die Olympischen Spiele nach München kamen.

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Im Zentrum der Ausstellung steht der Olympiapark. Er wurde auf Trümmern des Zweiten Weltkriegs erbaut und soll ein architektonisches Symbol für Demokratie und Weltoffenheit sein. Zum Beispiel entschieden sich die Planer damals bewusst für ein luftiges, futuristsches Zeltdach und dafür, den Park allen Menschen zugänglich zu machen.

Wird der Olympiapark zum Weltkulturerbe?

Auch, weil diese Idee etwas Besonderes ist, setzt die Stadt große Hoffnung darauf, dass der Olympiapark ein Unesco Weltkulturerbe wird. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Der Olympiapark könnte nach Ansicht des Planungsreferats eine Lücke in der Welterbeliste mit seinen 1154 Stätten füllen. Denn Kulturgüter des 20. Jahrhunderts sind in der Welterbeliste noch unterrepräsentiert.

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Zumindest hat der Freistaat den Vorschlag schon mal eine Runde weitergeleitet. Dann muss sich der Olympiapark gegen Vorschläge aus anderen Bundesländern, dann gegen Kandidaten aus dem Ausland durchsetzen. Und das kann dauern: Zehn Jahre können nach Einschätzungen von Icomos, das ist eine Organisation, die die Unesco berät, vergehen.

Alleine das ganze Jahr 2022 und wohl auch einen Großteil des Jahres 2023 dauert es, bis die eine internationale Expertenkommission die Vorschläge aus allen Bundesländern geprüft hat. Derweil bereitet ab diesem Jahr die Stadt den Welterbeantrag so vor, dass sie ihn der Unesco vorlegen könnte.

Im Sommer will die Stadt feiern

Doch ganz egal, ob aus der Bewerbung etwas wird, will die Stadt dieses Jubiläumsjahr feiern: Vom 1. bis 9. Juli will die Stadt ein Festival des Spiels, des Sports und der Kunst abhalten. Unter anderem soll am 2. Juli eine Parade von der Münchner Freiheit bis auf das Olympiagelände führen. Der Umzug soll die facettenreiche Gesellschaft Münchens repräsentieren.

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Auch die European Championships vom 11. bis zum 21. August finden zu Ehren der Olympischen Spiele statt. Rund 4700 Athleten aus 50 Nationen werden erwartet.

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