Ohne vorherigen Corona-Test: Teststations-Mitarbeiter verschickt gefälschte Nachweise

Ein Mitarbeiter einer Teststation in München hat mehreren Personen negative Testnachweise ausgestellt – jedoch ohne, dass diese zuvor getestet wurden. Die Polizei ermittelt.
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Der Mitarbeiter stellte negative Testnachweise aus, ohne vorher zu testen. (Symbolbild)
Der Mitarbeiter stellte negative Testnachweise aus, ohne vorher zu testen. (Symbolbild) © imago/MIS

München - Nicht nur gefälschte Impfpässe, sondern auch falsche Corona-Testnachweise sind immer wieder ein Fall für die Polizei.

Betrug im Testzentrum in der Meglingerstraße

Ein 50-jähriger Familienvater hat eine solche Schummelei in dem Testzentrum in der Meglingerstraße nahe dem U-Bahnhof Forstenrieder Allee auffliegen lassen. Er war mit seinen zehn und sieben Jahre alten Söhnen am Sonntag an der Corona-Teststation gewesen, da er Zertifikate für seine Kinder brauchte. In der Warteschlange standen noch weitere Personen mit einem Termin.

Ein 21-jähriger Mitarbeiter sei aus der Teststation gekommen und habe gesagt, dass er heute keine Tests mehr durchführen werde, aber dass jedoch jeder Wartende noch einen negativen Testnachweis ohne vorherige Testung erhalten würde. Der Vater ging mit seinen Söhnen nach Hause. Wenig später erhielt der Familienvater tatsächlich eine Mail mit zwei negativen Testergebnissen für seine Kinder. Daraufhin informierte der Münchner die Polizei.

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Aufgrund weiterer Ermittlungen der Beamten wurden in einem nahe gelegenen Fitnessstudio Kontrollen durchgeführt. Dabei kam heraus, dass mehr als zehn Personen in dem Studio trainierten, die ebenfalls ein negatives Zertifikat von der genannten Teststelle vorzeigten. Die betreffenden Männer und Frauen gaben an, ebenfalls nicht getestet worden zu sein, aber dennoch ein negatives Zertifikat erhalten zu haben. Die Polizei nahm die Personalien dieser Personen auf. Der 21-Jährige wurde wegen des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse angezeigt. 

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