ÖPNV-Streik in München: Mit diesen Alternativen sind Sie trotzdem mobil
Am Montag, 2. Februar wird in München der ÖPNV bestreikt. Ob und wie viele U-Bahnen und Trambahnen fahren werden, hängt vom verfügbaren Personal ab und ist derzeit nicht absehbar. Auch bei den Bussen wird es starke Beeinträchtigungen geben. Wer nicht zu Fuß laufen kann, kein eigenes Auto oder Rad hat, dem bleiben nicht viele Möglichkeiten. Aber ein bisserl was geht doch.
ÖPNV-Streik in München: Alle Alternativen im Überblick
- S-Bahn
- Regionalbahn
- Busse
- Regionalbusse
- Call a Bike
- Dott E-Bikes und E-Scooter
- Emmy Elektroroller
- Voi E-Bikes und E-Scooter
- Lime E-Scooter und E-Bikes
S-Bahn
Da die S-Bahn zur Deutschen Bahn gehört, ist sie vom Streik nicht betroffen und soll fahrplanmäßig verkehren. Am Montag wird mit einem hohen Fahrgastaufkommen gerechnet.
Regionalbahn
Bestimmte Regionalbahnen halten innerhalb Münchens.
Süden: Die Regionalbahnen aus dem Oberland (RB 55/56/57) halten wochentags in Solln, bei den Siemenswerken, Harras, Donnersbergerbrücke und Hauptbahnhof. Die Regionalbahn aus Rosenheim (RB 58) bedient Deisenhofen, Solln, Siemenswerke, Mittersendling, Harras, Heimeranplatz, Donnersbergerbrücke, Hauptbahnhof.
Osten: Zwischen Grafing, Ostbahnhof und Hauptbahnhof verkehren der RE 5 und die RB 58. Zwischen Markt Schwaben und Hauptbahnhof mit einem Halt am Ostbahnhof kann man die RB 40 nutzen.
Norden: Aus Passau bzw. Landshut kommend hält der RE 3 in Freising und am Hauptbahnhof. Die RB 33 hält nach Freising auch noch in Unterschleißheim, Feldmoching und Moosach, bevor sie am Hauptbahnhof hält. Mit dem RE 1 kommt man aus Nürnberger oder Ingolstädter Richtung von Petershausen direkt zum Hauptbahnhof. Die RB 16 hält zusätzlich noch in Dachau.
Westen: Aus der Augsburger Richtung halten die RB 87, der RE 80 und der RE 89 in Pasing und bringen den Fahrgast zum Hauptbahnhof. Aus Geltendorf kommt man mit dem RE 72 nach Pasing und zum Hauptbahnhof. Die RB 74 hält nach Geltendorf noch zusätzlich in Fürstenfeldbruck.
Busse
Nicht alle Busse werden von MVG-Fahrern gelenkt, sondern von privaten Busunternehmen. Die Verkehrsgesellschaft geht deshalb davon aus, dass die Busse unregelmäßig fahren und nur ein Teil der Linien bedient werden kann. Bestreikt werden nur Busse bis zur Liniennummer 199.
Regionalbusse
Manche Regionalbusse werden von den Umlandlandkreisen betrieben. Diese werden laut MVG nicht bestreikt. Generell gilt: Busse mit den Nummern 0-199 fallen in die Zuständigkeit der MVG, höhere Busliniennummern nicht und sind Stand Freitagmittag nicht vom Streik betroffen.
Call a Bike
Die Leihräder der Deutschen Bahn stehen an über 270 Stationen in ganz München verteilt zur Verfügung und können dort entliehen und abgestellt werden. Die Standorte sind in der App ersichtlich. Laut Deutscher Bahn gibt es mehr als 1000 verfügbare Räder in der Stadt.
Was kostet das Ausleihen? Call a Bike hat drei verschiedene Tarife mit unterschiedlichen Kosten.
- Das "Starter"-Paket hat keine Grundgebühr. Man zahlt 1 Euro Freischaltgebühr pro Fahrt, pro 15 Minuten einen Euro, aber maximal 12 Euro am Tag.
- Der "Basic"-Tarif kostet 4,90 Euro im Jahr. Die Freischaltgebühr beträgt in diesem Paket 50 Cent pro Fahrt, für 15 Minuten Radnutzung sind jeweils 1 Euro fällig, maximal aber nur 7 Euro am Tag bzw. Fahrt.
- Das "Premium"-Modell erfordert ein Jahresabo, das im Monat 5,90 Euro kostet (nach einem Jahr monatlich kündbar). Damit ist dann aber keine Freischaltgebühr fällig und man kann dann pro Fahrt 30 Minuten radeln, bis weitere Kosten anfallen. Radelt man länger als eine halbe Stunde, kosten weitere 30 Minuten einen Euro. Maximal zahlt man 5 Euro pro Tag.
Wo muss man das Rad zurückgeben? Die "Call a Bike"-Räder werden an einem der über 270 Stationen in München abgegeben. Fahrrad dort abstellen, Schloss verschließen und die Fahrt ist beendet.
Wie registriert man sich? Entweder über die Webseite callabike.de oder man lädt sich die App (iPhone/Android) von Call a Bike herunter.
Wie wird bezahlt? Für die Registrierung braucht man eine E-Mail-Adresse, eine Handynummer und eine Kreditkarte.

Dott E-Bikes und E-Scooter
Wer mit elektrischer Unterstützung radeln möchte, kann auch die E-Bikes und E-Scooter des Anbieters Dott (früher Tier) nutzen.
Was kostet das Ausleihen? In der Dott-App ist der Preis ersichtlich, der in der jeweiligen Region gilt.
Wo muss man das Rad oder den Scooter zurückgeben? Dott-Bikes und -Scooter müssen in München primär auf ausgewiesenen, in der App blau markierten Parkflächen ("P") abgestellt werden, besonders innerhalb des Altstadtrings und zunehmend im gesamten Stadtgebiet. Das Parken auf Gehwegen, in Parks (z. B. Englischer Garten), an Bushaltestellen, auf Privatgrundstücken oder in ausgewiesenen Parkverbotszonen ist verboten. Die Fahrt wird erst nach korrektem Abstellen und Bestätigung in der App beendet.
Wie registriert man sich? Für die Registrierung lädt man sich die Dott-App auf sein Smartphone (iPhone/Android) herunter. Dott kann man aber über die MVG-Go-App (iPhone/Android) ausleihen.
Wie wird bezahlt? Dott akzeptiert alle gängigen Zahlungsarten (Paypal, Kreditkarte und Apple Pay) und auch die lokalen Favoriten.
Emmy Elektroroller
Die Schwalben mit Elektroantrieb von Emmy sind gut an ihrer roten Farbe zu erkennen.
Was kostet das Ausleihen? Für die Registrierung sind einmalig 4,95 Euro fällig, diese gibt es aber als Fahrtguthaben wieder und wird nach erfolgreicher Anmeldung sofort auf den jeweiligen Account geladen und ist dann drei Monate gültig.
Die E-Roller-Reservierung ist gratis, die Freischaltung kostet dann pro Miete einen Euro. Pro Fahrminute sind 36 Cent fällig, Parkminuten schlagen mit 19 Cent zu Buche. Zudem gibt es verschiedene Tarife mit Inklusivkontingent. Maximal kostet die Miete am Tag mit dem 24-Stunden-Pass 35 Euro. Wer einen Unfall baut, einen Strafzettel bekommt, abgeschleppt wird oder sonstige Verstöße verursacht, für den fallen natürlich Zusatzkosten an.
Wo kann man den Roller ausleihen und zurückgeben? Die knallroten Emmy Roller findet man im gesamten Innenstadtbereich. Mit der App sieht man auf einen Blick, welche Elektro-Roller in der Nähe verfügbar sind und man kann sie sofort kostenlos reservieren. Bauliche Stationen gibt es nicht.
Die Rückgabe in München erfolgt durch Abstellen auf öffentlichen Parkplätzen innerhalb des definierten Geschäftsgebiets. Helme/Handschuhe in die Box legen, zudrücken, in der App "Miete beenden" klicken und auf das "Klack-Geräusch" zur Verriegelung achten. Die Miete muss zwingend im Geschäftsgebiet beendet werden.
Bei der Rückgabe ist der Kunde verpflichtet, ein Foto des von ihm zur Rückgabe geparkten Kraftfahrzeugs zu machen und in der emmy-App hochzuladen. Auf dem Foto sollte klar erkennbar sein, dass das Kraftfahrzeug gemäß den Regelungen des § 8 Abs. 2 der AGB abgestellt wurde.
Wie registriert man sich? Zunächst muss man die App (iPhone/Android) herunterladen. Für die Registrierung wird ein Personalausweis oder Reisepass benötigt. Zudem muss man via Smartphone-Foto seinen Führerschein verifizieren lassen.
Wie wird bezahlt? Entweder per Lastschriftverfahren oder Kreditkarte. Abgebucht wird ab einem Betrag von 17 Euro. Sind die Leihkosten niedriger, wird nur einmal im Monat abgebucht. Wenn ein Betrag abgebucht wird, erhält man eine Rechnung per Mail.
Voi E-Bikes oder E-Scooter
Voi ist ein Anbieter aus Schweden.
Was kostet das Ausleihen? Um das Bike oder den Scooter zu entsperren, fallen 99 Cent Freischaltgebühr an, dann pro Minute 24 Cent. Es gibt aber auch die Option von Minutenpaketen (30, 60 und 120 Minuten) oder einem Voi-Pass als Abo. Um Voi zu nutzen, muss man mindestens 18 Jahre alt sein.
Wo muss man den E-Scooter oder das Bike zurückgeben? Voi-E-Scooter und Bikes können in München auf ausgewiesenen Abstellplätzen abgestellt werden. Parkverbote gelten in Parks, Friedhöfen und sensiblen Bereichen wie dem Englischen Garten.
Wie registriert man sich? Auch Voi kann man über die MVG-Go-App ausleihen. Voi hat aber auch eine eigene App (iPhone/Android).
Wie wird bezahlt? Voi akzeptiert die meisten gängigen Zahlungsmethoden, einschließlich Kreditkarten, Google Pay, Apple Pay, PayPal und Lastschrift per Klarna.

Lime E-Scooter und E-Bike
Die E-Scooter und E-Bikes dieses Anbieters haben austauschbare Batterien, was sie laut dem Anbieter nachhaltiger macht als andere Roller. Im Großraum München hat Lime mehrere tausend Fahrzeuge in Betrieb.
Was kostet das Ausleihen? Die Ausleihe eines Lime Scooters oder E-Bikes kostet 1 Euro beim Entsperren und dann um die 25 Cent pro Minute. Preise können je nach Tageszeit und Nachfrage in der App variieren. Die genauen lokalen Tarife für den jeweiligen Standort findet man vor Fahrtantritt in der App.
Wo muss man die Fahrzeuge zurückgeben? Die Rückgabe von Lime E-Scootern und E-Bikes in München erfolgt ausschließlich über die Lime-App durch Tippen auf "Fahrt beenden", wobei ein Foto des geparkten Fahrzeugs gemacht werden muss. Innerhalb des Altstadtrings ist das Abstellen nur auf ausgewiesenen Flächen erlaubt. Parkverbotszonen werden in der App rot eingefärbt angezeigt. Außerhalb müssen Fahrzeuge ordnungsgemäß (aufrecht, nicht behindernd mit mindestens 1,80 Meter Restgehwegbreite) geparkt werden.
Wie registriert man sich? Man muss zunächst die Lime-App (iPhone/Android) auf sein Smartphone laden und ein Konto erstellen. Um Lime nutzen zu können, muss man volljährig sein.
Wie wird bezahlt? Lime akzeptiert (je nach Standort) Apple Pay, Google Pay, PayPal, Kreditkarte, Prepaidkarte oder Lastschrift per Klarna.
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