Ökologische Bestattungen: Was die Grünen in München fordern

Wer besonders nachhaltig lebt, dem ist wichtig, dass das nach dem Tod nicht endet – meinen die Grünen im Stadtrat. Sie fordern nun, dass die Stadt zu ökologischen und emissionsarmen Bestattungen beraten soll.
Christina Hertel |
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Auch Bestattungen lassen sich ökologisch durchführen. Die Grünen fordern mehr Beratung dazu an den städtischen Friedhöfen wie hier am Ostfriedhof.
Auch Bestattungen lassen sich ökologisch durchführen. Die Grünen fordern mehr Beratung dazu an den städtischen Friedhöfen wie hier am Ostfriedhof. © Daniel von Loeper

Vielen Münchnern ist ein nachhaltiges, ökologisches Leben wichtig. "Warum sollte das mit dem Tod enden?", fragt sich Grünen-Stadträtin Sofie Langmeier. "Wenn man so gelebt hat, will man vielleicht auch so beerdigt werden."

Sie wird an diesem Dienstag einen Antrag stellen, dass die "Städtische Bestattung" emissionsarme Bestattungsformen ermöglichen soll. Dieser liegt der AZ bereits vor. Darin heißt es, dass das städtische Bestattungsunternehmen erst einmal darstellen soll, welche Angebote es in diesem Bereich bereits hat. Dann soll es die Angebote "an naturnahen und klimafreundlichen Bestattungen konsequent" weiterentwickeln – und darüber informieren und dazu beraten.

Keine Vorschriften, nur ein Angebot

Wichtig ist Sofie Langmeier: "Der Wunsch des Verstorbenen oder der Angehörigen soll immer an erster Stelle stehen. Wir wollen niemandem Vorschriften machen." Es soll ein Angebot sein, für die Menschen, denen eine ökologische Bestattung wichtig ist.

Grünen-Stadträtin Sofie Langmeier kennt sich mit den städtischen Friedhöfen bestens aus: Seit sechs Jahren ist sie Verwaltungsbeirätin.
Grünen-Stadträtin Sofie Langmeier kennt sich mit den städtischen Friedhöfen bestens aus: Seit sechs Jahren ist sie Verwaltungsbeirätin. © Andreas Gregor

Und da gibt es, schildert Langmeier, viele Punkte, bei denen man ansetzen könne: etwa beim Sarg. Aus welchem Holz ist er? Wie ist er lackiert? Und aus welchem Material sind die Beschläge?

Welche Kleidung trägt der Verstorbene? Ein Polyester-Kleid ist umweltschädlicher als eines aus Leinen. Wo lässt man sich verbrennen – und wie gut filtert das Krematorium die Schadstoffe heraus? Welche Pflanzen wählt man für das Grab? Welche, die vielleicht hübsch anzusehen sind, aber nach sechs Wochen eingehen? Oder solche, die auch längere Hitze-Perioden gut überstehen?

Auch nur einzelne Elemente soll man auswählen dürfen

"Eine nachhaltige Bestattung umfasst viele Bausteine, es sollte aber immer möglich sein, auch einzelne Elemente auswählen zu können", heißt es in dem Antrag der Grünen.

Langmeier ist seit sechs Jahren Verwaltungsbeirätin der städtischen Friedhöfe. Als solche bekomme sie mit, wie vorbildlich die Friedhöfe bereits jetzt schon vieles machen. Mit dem Antrag will Langmeier dazu beitragen, dass die Liste dessen, was gut läuft, noch länger wird.

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  • Gisi2020 vor 54 Minuten / Bewertung:

    Die Kleidung der Verstorbenen ist schon lange reglementiert.
    Was mich mehr stört, ist die Bienenunfreundliche Bepflanzung, die sozusagen der Klassiker ist: Scheinblütler oder immergrün ohne Blüten. Da sollten Gärtnereien dringend Angebote schaffen.
    Das Einzige was wirklich heftige Bienennahrung liefert sind im Frühjahr die Fliederbüsche in der Randbepflanzung. Dann sieht man nur noch Stiefmütterchen und Begonien.

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  • Elisa am 02.11.2026 19:49 Uhr / Bewertung:

    Jetzt wollen (grüne) Politiker auch noch nach dem Tod im Leben rumpfuschen.

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  • Therapeut am 03.11.2026 11:20 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Elisa

    Was haben Sie an der Überschrift: "Keine Vorschriften, nur ein Angebot" und dem dazugehörigen Text nicht verstanden?

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