"Obine! Obine" - Grüne feiern Nallinger

Münchens Grüne fahren das beste Ergebnis ihrer Geschichte ein und feiern ihre OB-Kandidatin. Zur Stichwahl hat es für Sabine Nallinger trotzdem nicht gereicht. Anmerken lässt sie sich nichts.  
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Für die Stichwahl hat es nicht gereicht. Sabine Nallinger feiert trotzdem – und lässt sich feiern.
Daniel von Leoper Für die Stichwahl hat es nicht gereicht. Sabine Nallinger feiert trotzdem – und lässt sich feiern.

Münchens Grüne fahren das beste Ergebnis ihrer Geschichte ein und feiern ihre OB-Kandidatin. Zur Stichwahl hat es für Sabine Nallinger trotzdem nicht gereicht. Anmerken lässt sie sich nichts.

München - Als die ersten Hochrechnungen über den Bildschirm flimmern, fliegt Katharina Schulze ihren grünen Parteifreunden um den Hals. 18,5 Prozent! „Warten wir ab, ob wir das Ergebnis halten  können“, sagt die Stadtvorsitzende der Grünen, aber das Strahlen in ihren Augen spricht jetzt schon Bände. Im Kreisverwaltungsreferat ist die Freude riesig. Gleichzeitig bricht im Eine-Welt-Haus in der Schwanthalerstraße, wo die Grünen ihre Wahlparty feiern, Jubel aus. „Wahnsinn, wir haben das alle kaum glauben können“, sagt Landtags-Fraktionsvorsitzende Margarete Bause später, „so stark waren wir noch nie!“

Fraktionsvorsitzende Gülseren Demirel strahlt: „Ich glaube, mein Gesichtsausdruck sagt alles.“ Für die OB-Kandidatin Sabine Nallinger, die gekämpft hatte, um in die Stichwahl zu kommen, reicht es nicht. 14,7 Prozent der Münchner haben sie gewählt – und auf 15,3 kommt der Stadtrat schließlich. Enttäuschung lässt sie sich nicht anmerken. „Ich gebe zu, eines meiner zwei Ziele habe ich verfehlt“, sagt sie, „aber ich weiß, dass viele mich aus strategischen Gründen nicht gewählt haben. Wir haben das erste Mal einen personenbezogenen Wahlkampf geführt und stehen jetzt als starke Grüne da – mit einem klaren Wählerauftrag.“

Jubel und Applaus empfangen sie, als sie im Eine-Welt-Haus eintrifft, „Obine!, Obine!“, skandieren die Grünen. Sabine Nallinger winkt und lächelt. „Sie hat es geschafft, dass es nicht mehr zwei große und ein paar kleine Parteien gibt, sondern drei mittlere“, sagt Fraktionsvorsitzender Florian Roth.

Nallinger hat sich im Wahlkampf als gleichwertige Kandidatin positionieren können, da sind sich ihre Parteikollegen einig. Die Stimmung im Eine-Welt-Haus ist euphorisch. „In den Koalitionsverhandlungen sind wir die Königsmacher“, sagt Nallinger. Ein paar Minuten später bröckelt die Mehrheit für die angestrebte rot-grüne Koalition.

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