OB Krause mit dringendem Appell an die Münchner: "Vermeidet weitere Maßnahmen"

Die frisch ins Leben gerufene Taskforce Wasser hat am Donnerstag erstmals getagt. Zwar ging der Wasserverbrauch in München in den letzten 24 Stunden zurück, von Entwarnung kann aber noch lange keine Rede sein.
Andre Wagner
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Hier sprudelt der Fischbrunnen noch. Doch nun soll er bis auf weiteres abgedreht werden.
Hier sprudelt der Fischbrunnen noch. Doch nun soll er bis auf weiteres abgedreht werden. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber

München steckt in einer Trinkwasser-Krise. Wie Münchens OB Dominik Krause (Grüne) berichtet, stand die Landeshauptstadt "seit den 1970er-Jahren nicht mehr" vor so einer Ausnahmesituation – die Kombination aus trockenem Frühjahr und Rekordhitze sei besonders herausfordernd, weil sich kein neues Grundwasser mehr bilde.

Um dieser Ausnahmesituation Herr zu werden, hat Krause eine Taskforce Wasser ins Leben gerufen. Ihr gehören Fachleute des Referats für Klimaschutz und Umwelt sowie der Stadtwerke München (SWM) an, bei Bedarf wird sie um weitere Experten erweitert.

Unter Leitung von OB Krause tagte die Taskforce am Donnerstag das erste Mal gemeinsam, um über die aktuelle Lage zu sprechen. 

Dabei berichteten die SWM, dass der Wasserverbrauch in den vergangenen 24 Stunden gesunken sei, Grund dafür seien die Sparappelle und die aktuelle Witterung. Dennoch sei der Wasserverbrauch überdurchschnittlich hoch und die Lage unverändert angespannt. Laut SWM seien einzelne Regentage nicht ausreichend, um einen signifikanten Einfluss auf die Grundwasserpegel zu haben. Von Seiten der Stadtwerke wird betont, dass hierfür ein maßvoller Trinkwasserverbrauch über einen längeren Zeitraum notwendig sei.

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Münchner Einwohner weiterhin zum Wassersparen aufgerufen

Aus diesem Grund wird weiter an die Münchnerinnen und Münchner appelliert, sparsam mit dem Trinkwasser umzugehen und unnötigen Verbrauch bis auf Weiteres zu vermeiden.

"Niemand muss sich Sorgen machen. Jeder Liter, der nicht verbraucht wird, hilft beim Sparen und vermeidet weitere Maßnahmen", so Krause in seinem Aufruf. In diesem Zusammenhang richtet OB Krause seinen Dank an die Einwohner Münchens, die bei ihrem Wasserverbrauch bereits verantwortungsbewusst handeln.

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Die Stadt München und die SWM bereiten gemeinsam weitergehende Maßnahmen zum Wassersparen vor, die im Bedarfsfall unverzüglich in Kraft gesetzt werden können. Zudem sollen Strategien erarbeitet werden, um die Wasserversorgung der Stadt München vor dem Hintergrund sich verändernder klimatischer Bedingungen wie anhaltender Trockenheit und Hitzeperioden dauerhaft zu gewährleisten.

Brunnen werden abgeschaltet, Fenster nicht geputzt

Aktuell wurden bereits erste Maßnahmen ergriffen: Von 150 Brunnen in der Stadt werden zehn mit besonders hohem Wasserverbrauch abgeschaltet – dabei ist auch der Fischbrunnen am Marienplatz – die Fensterreinigung bei städtischen Gebäuden soll ausgesetzt und etwa die Laufzeit von Wasserspielen reduziert werden.  

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Der Münchner OB hat sich mit den Landräten der Wasser-Entnahmegebiete Miesbach und Garmisch-Partenkirchen ausgetauscht, diese über die Münchner Pläne zum Wassersparen informiert und sich für deren Unterstützung bedankt. Weiterhin soll ein enger Austausch gepflegt werden.

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  • MadridistaMUC vor 12 Stunden / Bewertung:

    Was hat der Grudnwasserpegel in München mit unserem Trinkwasser zu tun? Das Münchner Wasser kommt aus dem Mangfalltal /Loisachtal.. Der Sylvensteinspeicher ist voll. Im Quartär, in der Schottereben kein niedriges Grundwasser. Ja, in München. Legt auch daran, weil die Isar gerade niedrig ist. Vielleicht sollten die Brauereien mal weniger entnehmen, oder ist das es nicht möglich, dass deren Entnahme aus den Tiefenbrunnen im Stadtgebiet den Grundwasserspiegel in der Stadt senkt? Also vielleicht eher Biersparen.. Und sieso werden Brunnen abgeschaltet? Das Wasser läuft doch im Kreislauf.. Verdunstung ja, aber jetzt eher unwesentlich...bissel komisch dieser Aktionismus und die "Drohung" von weiteren Maßnahmen. Der Grüne OB wird mir jetzt schon etwas suspekt

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  • marshal vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von MadridistaMUC

    Die Brauereien entnehmen nichts aus dem "normalen" Grundwasser, das sich in 4 bis 10 m unter der Erde befindet und das bei Trockenheit sinkt. Sie fördern das Wasser aus Tiefbrunnen von knapp 180 Metern. Dieses Wasser ist da seit der Eiszeit eingeschlossen.

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  • kartoffelsalat vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von MadridistaMUC

    Auch im oberland herrscht außergewöhnliche "50-jährliche" Dürre. Informieren Sie sich!

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