OB Krause gibt Update zum Wasserverbrauch: Bleiben die Verbote?

Seit Mitte Juli verbietet eine Allgemeinverfügung der Stadt München bestimmte Bereiche der Trinkwassernutzung. Diese wird nun nicht verlängert und endet am 1. August. OB Krause hat dennoch warnende Worte.
von  André Wagner
Der Springbrunnen am Stachus. Hitze und Trockenheit lassen in München den Wasserverbrauch steigen. Viele Brunnen laufen aber weiter.
Der Springbrunnen am Stachus. Hitze und Trockenheit lassen in München den Wasserverbrauch steigen. Viele Brunnen laufen aber weiter. © dpa/Sven Hoppe

Am 14. Juli 2026 wurde eine Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt München zur Wassernutzung erlassen. Diese war notwendig, da aufgrund der Hitze im Juni der tägliche Wasserverbrauch in München von durchschnittlich 300 Millionen Litern auf über 400 Millionen Liter angestiegen ist.

Die Allgemeinverfügung verbietet u. a. das private Rasensprengen zwischen 9 und 19 Uhr, das Autowaschen außerhalb von Waschanlagen sowie das Befüllen privater Pools. Ein Verstoß sieht Bußgelder bis 50.000 Euro vor.

Die Allgemeinverfügung gilt bis zum  1. August, kann aber bei anhaltender Trockenheit verlängert werden. Von dieser Möglichkeit hat die Stadt München aber vorerst Abstand genommen, womit die Wirkung der Verfügung am Freitag, 31. Juli, um 23.59 Uhr ausläuft.

Wassernutzung: Stadt München verlängert Allgemeinverfügung nicht

Zwar variiert der Wasserverbrauch tageweise, ist aber in der Gesamttendenz auf einen durchschnittlichen Bereich um die 330 Millionen Liter pro Tag zurückgegangen. Für die kommenden Tage sehen die Verbrauchsprognosen der Stadtwerke München zwar einzelne Spitzen aufgrund der heißen Temperaturen, im Mittel aber einen weiteren Rückgang aufgrund der bevorstehenden Sommerferien vor.

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"Mit dem Beginn der Sommerferien und der Reisezeit sinkt erfahrungsgemäß der Wasserverbrauch in München. Wir können die Allgemeinverfügung deshalb zum 1. August auslaufen lassen. Der sparsame Umgang mit Trinkwasser bleibt aber weiter wichtig, denn die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit stellen nach wie vor eine Belastung für unsere Wasserversorgung dar. Ich danke allen Münchnerinnen und Münchnern, die in den letzten Wochen mitgeholfen haben, dass aus einer angespannten Situation keine Krise geworden ist", so Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne).

In einer Mitteilung der Stadt wird jedoch darauf hingewiesen, dass die hydrologische Situation weiterhin angespannt bleibt. Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühjahr sowie anhaltend niedrigen Grundwasserständen ist ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser weiterhin erforderlich. Die Landeshauptstadt München und die Stadtwerke München (SWM) appellieren deshalb weiterhin an alle Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, Wasser bewusst und verantwortungsvoll zu nutzen.

Stadt beobachtet Entwicklung weiterhin und schließt weitere Maßnahmen nicht aus

"Ich danke allen, die durch einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser zur Stabilisierung der Wasserversorgung beigetragen haben. Aber auch wenn die Einschränkungen nun aufgehoben werden können, ist weiterhin Maßhalten erforderlich. Denn: Das Wasserdargebot unserer Hangquell- und Grundwasserfassungen ist aufgrund der viel zu geringen Niederschläge in den vergangenen 18 Monaten nach wie vor niedrig", so Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM-Geschäftsführung.

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Die Stadt und die Stadtwerke werden die Entwicklung weiterhin beobachten und im Falle einer deutlichen Lageverschärfung weitere Maßnahmen prüfen.

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