Ob am Olympiaberg oder an der Hackerbrücke: Hier freut sich München auf die Sofi

Es ist sicherlich eines der Ereignisse des Jahres 2026. Am Mittwochabend um 19.22 Uhr geht in München die Sonnenfinsternis los. Zwar handelt es sich dabei nicht um eine totale Sonnenfinsternis, so wie sie 1999 in München zu sehen war, aber immerhin rund 90 Prozent der Sonne wird der Mond abdecken.
Wenn sich dann am Münchner Abendhimmel ab kurz vor 19.30 Uhr der Mond vor die Sonne schiebt, werden unzählige Menschen in ganz München diesem Ereignis mit Spannung – und hoffentlich geschützten Augen – beiwohnen.
An zahlreichen Punkten in der Stadt, von wo aus man einen guten Blick auf die Abendsonne hat, versammeln sich Menschen. Im Olympiapark, an der Friedenheimer Brücke, der Donnersbergerbrücke oder der Hackerbrücke, im Englischen Garten oder am Fröttmaninger Berg.

Die AZ hat sich unter die Sofi-Begeisterten gemischt und die Stimmung eingefangen.
Unzählige Menschen verfolgen die Sofi im Olympiapark

Mit Picknickdecken und Sofi-Schutzbrillen fanden sich schon am späten Nachmittag unzählige Menschen im Olympiapark ein, um vom Olympiaberg aus einen perfekten Blick auf die partielle Sonnenfinsternis werfen zu können. Sie kommen mit Hündchen in der Tasche, Flaschen klirren im Beutel, dazu Kartons mit Pizza, Kühltaschen, jede Menge Bierkästen und Baguette.
Einer der zahlreichen Sofi-Fans im Olympiapark ist Juliano, der sich schon früh seinen Platz gesichert hat und von der Mengen an Menschen überwältigt ist. “Alter ist das hier voll. Ganz schön, die ganze Stadt zu sehen. Die Leute sind sehr optimistisch und gut drauf. Wer einen Platz gefunden hat, ist sehr happy und hat den Jackpot”, so der 16-Jährige zur AZ.

Eine Mutter wurde von ihren Söhnen her geschleppt, will das Spektakel im Stehen anschauen. Doch ihr sind zu viele Menschen, sie wird gerempelt, hätte die Sofi lieber vom Hirschgarten angeschaut, weil sie glaubt, dass es da ruhiger ist.
Auch der Gasteig wäre eine Alternative. Auf dem Dach des Gebäudes haben Hobby-Astronomen ihre Teleskope aufgebaut, um die Sonnenfinsternis über den Dächern Münchens zu verfolgen.

Zurück in den Olympiapark. Dort wartet Hündin "Nala" mit ihrer Familie gespannt auf die Sonnenfinsternis, die in Kürze beginnen wird.

Am Vormittag war der Andrang auf die letzten Sonnenfinsternis-Schutzbrillen enorm. Wer keine mehr ergattern konnte, musste erfinderisch sein, so wie Micaela. Aus zwei Cornflakes-Packungen hat die Studentin aus Peru mithilfe einer TikTok-Anleitung zwei DYI-Lochkameras gebastelt. Die Stimmung auf dem Olympiaberg findet sie “wunderbar”.

Generell ist die Stimmung im Olympiapark hervorragend, auch wenn es dem ein oder anderen fast schon zu viele Menschen sind. “Digga, das sind Love-Parade-Vibes”, ist aus der Menge zu hören.
Schwenk auf Giesings Höhen. Die Brücke am Grünwalder Stadion muss heute eine Belastungsprobe bestehen. Zahlreiche Menschen haben sich hier eingefunden, um einen Blick auf die partielle Sonnenfinsternis werfen zu können.

Auch die Hackerbrücke ist am Abend fest in der Hand der Sofi-Fans. Hunderte, meist junge, Menschen sitzen dort, unterhalten sich nett und warten gemeinsam auf die Sonnenfinsternis.
