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Ob am Olympiaberg oder an der Hackerbrücke: Hier freut sich München auf die Sofi

Sie ist das Himmelsereignis des Jahres – die Sonnenfinsternis am Mittwochabend. Abertausende Menschen blicken ab 19.22 Uhr in den Abendhimmel, um das außergewöhnliche Spektakel zu verfolgen.
Andre Wagner
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Eva von Steinburg
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Bereits am späten Nachmittag haben sich hunderte Menschen auf dem Olympiaberg eingefunden, um von dort die Sonnenfinsternis zu beobachten.
Bereits am späten Nachmittag haben sich hunderte Menschen auf dem Olympiaberg eingefunden, um von dort die Sonnenfinsternis zu beobachten. © Felix Hörhager (dpa)

Es ist sicherlich eines der Ereignisse des Jahres 2026. Am Mittwochabend um 19.22 Uhr geht in München die Sonnenfinsternis los. Zwar handelt es sich dabei nicht um eine totale Sonnenfinsternis, so wie sie 1999 in München zu sehen war, aber immerhin rund 90 Prozent der Sonne wird der Mond abdecken.

Wenn sich dann am Münchner Abendhimmel ab kurz vor 19.30 Uhr der Mond vor die Sonne schiebt, werden unzählige Menschen in ganz München diesem Ereignis mit Spannung – und hoffentlich geschützten Augen – beiwohnen.

An zahlreichen Punkten in der Stadt, von wo aus man einen guten Blick auf die Abendsonne hat, versammeln sich Menschen. Im Olympiapark, an der Friedenheimer Brücke, der Donnersbergerbrücke oder der Hackerbrücke, im Englischen Garten oder am Fröttmaninger Berg.

Erinnert ein bisschen an die Taylor-Swift-Konzerte im Olympiastadion: Unzählige Menschen haben sich auf dem Olympiaberg eingefunden, um von dort die Sonnenfinsternis zu beobachten.
Erinnert ein bisschen an die Taylor-Swift-Konzerte im Olympiastadion: Unzählige Menschen haben sich auf dem Olympiaberg eingefunden, um von dort die Sonnenfinsternis zu beobachten. © Felix Hörhager (dpa)

Die AZ hat sich unter die Sofi-Begeisterten gemischt und die Stimmung eingefangen.

Unzählige Menschen verfolgen die Sofi im Olympiapark

Zahlreiche Menschen kamen schon früh in den Olympiapark, um von dort die Sofi zu verfolgen.
Zahlreiche Menschen kamen schon früh in den Olympiapark, um von dort die Sofi zu verfolgen. © Eva von Steinburg

Mit Picknickdecken und Sofi-Schutzbrillen fanden sich schon am späten Nachmittag unzählige Menschen im Olympiapark ein, um vom Olympiaberg aus einen perfekten Blick auf die partielle Sonnenfinsternis werfen zu können. Sie kommen mit Hündchen in der Tasche, Flaschen klirren im Beutel, dazu Kartons mit Pizza, Kühltaschen, jede Menge Bierkästen und Baguette.

Einer der zahlreichen Sofi-Fans im Olympiapark ist Juliano, der sich schon früh seinen Platz gesichert hat und von der Mengen an Menschen überwältigt ist. “Alter ist das hier voll. Ganz schön, die ganze Stadt zu sehen. Die Leute sind sehr optimistisch und gut drauf. Wer einen Platz gefunden hat, ist sehr happy und hat den Jackpot”, so der 16-Jährige zur AZ.

Juliano (16) ist begeistert, dass so viele Menschen im Olympiapark die Sonnenfinsternis sehen wollen.
Juliano (16) ist begeistert, dass so viele Menschen im Olympiapark die Sonnenfinsternis sehen wollen. © Eva von Steinburg

Eine Mutter wurde von ihren Söhnen her geschleppt, will das Spektakel im Stehen anschauen. Doch ihr sind zu viele Menschen, sie wird gerempelt, hätte die Sofi lieber vom Hirschgarten angeschaut, weil sie glaubt, dass es da ruhiger ist. 

Auch der Gasteig wäre eine Alternative. Auf dem Dach des Gebäudes haben Hobby-Astronomen ihre Teleskope aufgebaut, um die Sonnenfinsternis über den Dächern Münchens zu verfolgen.

Eine Hobby-Astronomin hat ihr Teleskop aufgebaut.
Eine Hobby-Astronomin hat ihr Teleskop aufgebaut. © Peter Kneffel (dpa)

Zurück in den Olympiapark. Dort wartet Hündin "Nala" mit ihrer Familie gespannt auf die Sonnenfinsternis, die in Kürze beginnen wird.

Hündin "Nala" und ihre Familie warten auf die Sonnenfinsternis.
Hündin "Nala" und ihre Familie warten auf die Sonnenfinsternis. © Eva von Steinburg

Am Vormittag war der Andrang auf die letzten Sonnenfinsternis-Schutzbrillen enorm. Wer keine mehr ergattern konnte, musste erfinderisch sein, so wie Micaela. Aus zwei Cornflakes-Packungen hat die Studentin aus Peru mithilfe einer TikTok-Anleitung zwei DYI-Lochkameras gebastelt. Die Stimmung auf dem Olympiaberg findet sie “wunderbar”.

Micaela, Studentin aus Peru, hat sich aus Cornflakes-Packungen zwei DYI-Lochkameras gebastelt.
Micaela, Studentin aus Peru, hat sich aus Cornflakes-Packungen zwei DYI-Lochkameras gebastelt. © Eva von Steinburg

Generell ist die Stimmung im Olympiapark hervorragend, auch wenn es dem ein oder anderen fast schon zu viele Menschen sind. “Digga, das sind Love-Parade-Vibes”, ist aus der Menge zu hören.

Schwenk auf Giesings Höhen. Die Brücke am Grünwalder Stadion muss heute eine Belastungsprobe bestehen. Zahlreiche Menschen haben sich hier eingefunden, um einen Blick auf die partielle Sonnenfinsternis werfen zu können.

Die Brücke am Grünwalder Stadion wird auf eine harte Probe gestellt. Zahlreiche Menschen wollen von hier aus die Sonnenfinsternis verfolgen.
Die Brücke am Grünwalder Stadion wird auf eine harte Probe gestellt. Zahlreiche Menschen wollen von hier aus die Sonnenfinsternis verfolgen. © Tobias Singer
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