Nun endgültig: Premiere des geplanten "Heartbeatz-Festivals" in München abgesagt

Das in München geplante "Heartbeatz-Festival" stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Erst musste ein neuer Veranstaltungsort gesucht werden und dann wurden die Veranstaltungstage eingedampft. Nun wird das Großevent komplett abgesagt. Die Veranstalter träumen aber von einer Neuauflage im kommenden Jahr.
Andre Wagner
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Star-DJ und Produzent Robin Schulz war als Headliner beim Heartbeatz-Festival geplant. (Archivbild)
Star-DJ und Produzent Robin Schulz war als Headliner beim Heartbeatz-Festival geplant. (Archivbild) © imago images/Gonzales Photo

Erst gab es Probleme mit dem Veranstaltungsort, dann mit dem Termin und der Dauer und nun ist das erstmals in München geplante "Heartbeatz-Festival" komplett aus. Dies gaben die Organisatoren, Leo Wagenhofer (18) und Christian Kersten (37), nun in den sozialen Medien bekannt.

"In den vergangenen Monaten haben wir als Veranstalter alles in unserer Macht Stehende getan, um das Festival möglich zu machen. Dabei wurden uns immer wieder Steine in den Weg gelegt und wir standen vor Herausforderungen, die sich trotz aller Bemühungen letztendlich nicht mehr zufriedenstellend lösen ließen", heißt es in einem Posting auf Instagram.

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Aus diesem Grund fiel die Entscheidung, das für den 5. September 2026 geplante Festival im Zwischennutzungsquartier "Lucky Star" in Milbertshofen abzusetzen.

"Heartbeatz-Festival"  abgesagt: Veranstalter sichern Ticket-Rückerstattung zu

Die Veranstalter sicherten zu, dass alle bereits erworbenen Tickets "selbstverständlich vollständig zurückerstattet werden", weisen aber darauf hin, dass dies "aufgrund von Problemen und Abstimmungen im Ticketing" etwas Zeit in Anspruch nehmen würde. Spätestens bis zum 31. Oktober 2026 sollen aber alle Rückerstattungen abgeschlossen sein.

Die Absage des Festivals dürfte nicht überraschen, die Planungen standen von Beginn an unter keinem guten Stern. Zunächst war geplant, das Festival an drei Tagen auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube in Waldperlach zu veranstalten. Stars wie DJ Robin Schulz, Rapper Gzuz sowie Mike Singer, Anna Grey und Cassö sollten auf der Bühne stehen.

Der geplante Veranstaltungsort stieß allerdings auf Kritik aus der Lokalpolitik, von Anwohnenden und Umweltschutzverbänden. Viele fürchteten den Lärm, die Vermüllung und ein Parkchaos vor Ort, immerhin wurde mit bis zu 20.000 Besuchern pro Tag gerechnet.

 "Wir sind uns alle einig, dass das kein geeigneter Ort ist für eine solche Veranstaltung"

Die Münchner Kreisgruppen des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz sowie des Bundes Naturschutz sahen die geschützten Tiere in der früheren Kiesgrube als gefährdet an. "Sowohl in der Kiesgrube selbst als auch in der Umgebung leben streng geschützte Tiere wie zum Beispiel der Europäische Laubfrosch. Die geplante Veranstaltung bringt das Leben dieser Tiere in Gefahr und zerstört ihre Lebensräume", argumentierten die Tierschützer.

 "Wir sind uns alle einig, dass das kein geeigneter Ort ist für eine solche Veranstaltung", sagte damals  Thomas Kauer (CSU), Vorsitzender des Bezirksausschusses Ramersdorf-Perlach, der das Großevent letzten Endes ablehnte.

Ein neuer Veranstaltungsort musste her und den fand man Mitte Mai im Norden der Stadt, auf dem früheren Firmengelände von Knorr-Bremse. "Mitten im Zwischennutzungsquartier am Oberwiesenfeld feiern wir im Juni zwischen ikonischem blauem Stern, urbanen Flächen und sommerlicher Festival-Atmosphäre. Lucky Star verbindet Events, Konzerte, Kulinarik und Community – der perfekte Spot für Heartbeatz 2026", teilten die Veranstalter vor einigen Monaten via Instagram mit.

"Heartbeatz"-Festival: Erst verlegt, dann verkürzt und am Ende abgesagt

Schon damals wurde das Festival von drei auf zwei Veranstaltungstage eingedampft. Aber es sollte noch schlimmer kommen.  Wenige Tage vor Eventbeginn, geplant war das Wochenende vom 13. und 14. Juni, wurde das "Heartbeatz-Festival" erneut verschoben und noch einmal eingekürzt. Von den ursprünglich geplanten drei Veranstaltungstagen blieb nur noch einer übrig und der sollte nun am 5. September stattfinden.

Als Grund nannten die Veranstalter "infrastrukturelle Herausforderungen", weswegen sie mehr Zeit brauchten, um das Festival auf die Beine zu stellen.

Ende August folgte nun die endgültige Absage. Ihren Traum vom "Heartbeatz"-Festival wollen Leo Wagenhofer und Christian Kersten aber noch lange nicht begraben. Das Duo richtet seinen Blick bereits nach vorne.

"Wir hoffen, euch im kommenden Jahr bei einer Neuauflage wiederzusehen – mit einigen Dingen, die anders werden, mit vielem, das besser wird, und mit dem klaren Anspruch, Heartbeatz so umzusetzen, wie wir es uns von Anfang an vorgestellt haben für den guten Zweck", heißt es abschließend in der Absage bei Instagram.

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