Nun auch Grün-Rot: Endlich Hilfe für die Stadttauben?

Die Stadtregierung fordert Taubenhäuser. Ähnliche Anträge gab es schon von ÖDP und CSU.
| Emily Engels
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Bekommen die Tauben bald mehrere neue Taubenschläge in der Stadt?
Bekommen die Tauben bald mehrere neue Taubenschläge in der Stadt? © Andreas Gebert/dpa

München - Die ÖDP hatte bereits einen Taubenschlag am Rathaus gefordert, um Stadttauben dort unterzubringen, die CSU-Fraktion will, dass die Münchner Stadttauben sterilisiert werden. Zuletzt kommt jetzt die Rathaus-Regierung mit ihrer Forderung zum Schutz der Tauben. Die grün-rote Stadtspitze fordert mehr Taubenschläge im gesamten Stadtgebiet.

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Rot-Grün will mehr Taubenschläge zur Reduzierung von Stadttauben

Taubenschläge seien ein tierschutzgerechtes Konzept zur Regulierung und Reduzierung von Stadttauben, steht in dem Antrag. Denn der dort gebundene Taubenkot entlaste das Stadtgebiet und ermögliche eine fachmännische Entsorgung.

Denn neben der artgerechten Futterversorgung werden in den Taubenschlägen Eier gegen Attrappen ausgetauscht, so dass auch der Taubenbestand in der Stadt reguliert wird ("Augsburger Modell"). Um geeignete Standorte für die Taubenschläge zu finden, solle ermittelt werden, wie hoch die Gesamtpopulation an Tauben in der Stadt geschätzt wird, um den Bedarf an notwendigen Taubenschlägen festzustellen.

40.000 Stadttauben auf 17 Taubenhäuser in München

In München leben rund 40.000 Stadttauben. Bislang gibt es laut Gesundheitsreferat jedoch nur 17 genehmigte Taubenhäuser beziehungsweise Taubenschläge, in denen Tauben mit artgerechtem Futter gefüttert und ihre Eier entnommen werden. Neun davon sind in Privathand.

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Eines davon, am Hauptbahnhof, wurde jüngst abmontiert. Die Tauben haben daraufhin verzweifelt nach Futter gesucht, hat die ÖDP im Oktober beobachtet. "München bräuchte 30 Taubenhäuser", sagt ÖDP-Stadträtin Nicola Holtmann.

Druck von Tierschutzorganisation Peta

Die Stadt müsse "Verantwortung für ihre Stadttauben übernehmen", anstatt Fütterungsverbote auszusprechen, so Holtmann. Druck machte auch die Tierschutzorganisation Peta. Zuvor hätten rund 600 Tauben in dem Schlag gewohnt, die Tiere wurden legal gefüttert und deren Population durch regelmäßigen Eiertausch kontrolliert.

Seit der Taubenschlag abgerissen wurde, konnten Mitarbeiter der Taubenhilfe die heimatlosen Tiere nicht einmal mehr mit Nahrung und Wasser versorgen. Immerhin meldet Peta jetzt: Seit zwei Wochen dürfen die Tierschützer die Tauben auf dem Dach eines Nebengebäudes mit Nahrung versorgen. Bis das auch abgerissen wird.

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