Ausgetrocknetes Bachbett: Isarfischer retten Tausende Fische
Die Isarfischer haben verhindert, dass im Hüllgraben bei Daglfing noch mehr Fische in dem teils völlig ausgetrockneten Bachbett verendet sind. Am Dienstag, 28. Juli hatten Anwohner viele tote Fische entdeckt. Ihr Hilferuf erreichte die Stadt. Das Kreisverwaltungsreferat bat daraufhin die Isarfischer um Hilfe.

Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, seien die ehrenamtlichen Isarfischer noch am selben Tag ausgerückt und hätten während eines achtstündigen Einsatzes Tausende Fische geborgen und in den Grabenkopf des Abfanggrabens umgesetzt. Klaus Betlejewski, Vorsitzender des Vereins: "Gerettet wurden überwiegend junge Karpfen, Stichlinge und andere Weißfische sowie rund 100 Bachforellen."
"Eine kontinuierliche Betreuung unserer Gewässer ist wichtig."
Wenn das Gewässer kontinuierlich betreut worden wäre, hätte man die Entwicklung deutlich früher erkannt, kommentierte Maximilian Voit, Präsident des Fischereiverbands Oberbayern, den Vorfall. "Dann hätten sich vermutlich noch mehr Fische retten lassen." In diesem Jahr habe es schon mehrere "sehr öffentlichkeitswirksame Fischsterben" gegeben.
Auffällig sei, dass es sich dabei überwiegend um Gewässer handelte, die nicht durch einen Fischereiverein betreut werden. Kritische Entwicklungen würden dann häufig nur bemerkt, wenn aufmerksame Bürgerinnen und Bürger Alarm schlagen, "oder wenn bereits erhebliche Schäden eingetreten sind".


Gewässer, die nicht von Vereinen betreut werden, beziehungsweise fischereilich bewirtschaftet werden, sind außer privaten auch Gewässer, die zu Behörden gehören, der Autobahn GmbH oder der Deutschen Bahn. Im Juni 2026 habe es schon ein dramatisches Fischsterben in München gegeben, so der Fischereiverband. In einem Biotop in Allach-Untermenzing sei "fast jede Hilfe zu spät" gekommen.
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