Nockherberg-Singspiel: Jetzt wird Seehofer zerlegt

Der Ministerpräsident steht im Zentrum des Nockherberg-Singspiels. Und das gleich mehrfach.
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Die Kabarettistin Luise Kinseher bei der Nockherberg-Pressekonferenz.
dpa 7 Die Kabarettistin Luise Kinseher bei der Nockherberg-Pressekonferenz.
Die Kabarettistin Luise Kinseher mit Andreas Steinfatt, dem Chef der Paulaner- und Hacker-Pschorr-Brauerei.
dpa 7 Die Kabarettistin Luise Kinseher mit Andreas Steinfatt, dem Chef der Paulaner- und Hacker-Pschorr-Brauerei.
Die Kabarettistin Luise Kinseher mit Andreas Steinfatt, dem Chef der Paulaner- und Hacker-Pschorr-Brauerei.
dpa 7 Die Kabarettistin Luise Kinseher mit Andreas Steinfatt, dem Chef der Paulaner- und Hacker-Pschorr-Brauerei.
Andreas Steinfatt, Chef der Paulaner- und Hacker-Pschorr-Brauerei, die Kabarettistin Luise Kinseher, der Regisseur Marcus Rosenmüller und der Musiker Gerd Baumann. (v.l.)
dpa 7 Andreas Steinfatt, Chef der Paulaner- und Hacker-Pschorr-Brauerei, die Kabarettistin Luise Kinseher, der Regisseur Marcus Rosenmüller und der Musiker Gerd Baumann. (v.l.)
Paul Kaiser verkörpert Ministerpräsident Horst Seehofers Über-Ich, Nikola Norgauer gibt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.
von Loeper 7 Paul Kaiser verkörpert Ministerpräsident Horst Seehofers Über-Ich, Nikola Norgauer gibt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.
Beim vorjährigen Singspiel: Christoph Zrenner als Horst Seehofer (l.) mit Wowo Habdank als grüner Anton Hofreiter.
dpa 7 Beim vorjährigen Singspiel: Christoph Zrenner als Horst Seehofer (l.) mit Wowo Habdank als grüner Anton Hofreiter.
Michael Vogtmann wird heuer als Joachim Hermann auftreten. Der bayerische Innenminister ist damit als neue Figur im Stück dabei.
von Loeper 7 Michael Vogtmann wird heuer als Joachim Hermann auftreten. Der bayerische Innenminister ist damit als neue Figur im Stück dabei.

München - Müde hat er in letzter Zeit öfter mal ausgesehen, angestrengt und manchmal erschöpft. Bald wissen wir, warum. Denn: Das Singspiel beim Starkbier-Anstich am Nockherberg wird die Gedankenwelt von Horst Seehofer erklären. Der bayerische Ministerpräsident steht im Zentrum des Spiels, und das gleich mehrfach. Zum ersten Mal gibt es einen zweiten Darsteller für diese Rolle.

Der „Überichhofer“ soll zeigen, was der Politiker denkt und warum er so entscheidet, wie er es tut. Neben Christoph Zrenner, der wieder die Figur Horst Seehofers gibt, spielt heuer deshalb auch Paul Kaiser mit. Der Schweizer mimt das Seehofer’sche Über-Ich, quasi die Vernunftabteilung im Hirn des Ministerpräsidenten, wie Kaiser selbst sagt.

Horst Seehofer wird beim Singspiel also zerlegt: Neben der Figur streiten sich zwei weitere Seehofers in seinem Kopf, die selbst auch wieder zerrissen sind. Klingt kompliziert. Regisseur Marcus H. Rosenmüller verspricht aber: „Es wird eine Realwelt geben und eine Welt, bei der man merkt, dass man jetzt im Hirn von Seehofer ist.“

 

Der Regisseur sagt: „Das Stück wird für Kontroversen sorgen“

 

Neben dem Gedankenleben des Ministerpräsidenten wird die Flüchtlingssituation das beherrschende Thema im Stück sein. „Die politische Lage ist eine große Herausforderung“, sagt Rosenmüller. „Und das Stück wird für Kontroversen sorgen.“

Von CSU-Äußerungen, die politisch am rechten Rand stehen über Hetze wie von Pegida bis hin zu einem „Chor der Gutmenschen“ werde vieles vertreten sein. Man will für Aufsehen sorgen.

Lesen Sie hier: Diese zwei TV-Stars sind auf dem Nockherberg dabei

Das Stück ist noch nicht ganz fertig, in den letzten Proben wird sich noch einiges ändern. Das Grundgerüst steht aber. Der Autor des Stücks, Thomas Lienenlüke, hatte dieses Mal eine schwierigere Aufgabe als sonst. Er selbst sagt: „Bisher war es ein bisschen wie ein Kasperlspiel, bei dem sich die Politiker gegenseitig im Weg standen. Aber im Moment sterben viele Menschen.“

Das erfordere einen ganz anderen, sensiblen Humor.

Trotzdem wird es natürlich auch um den politischen Machtkampf gehen. Auch hier steht Seehofer wieder im Mittelpunkt. Der CSU-Chef wirkt angeschlagen, er gibt laut Lienenlüke daher eine Art „Shakespeare-König“ ab, während die Figur Markus Söder (gespielt von Stephan Zinner) sich vom Lakaien zum siegesgewissen Nachfolger des Ministerpräsidenten gewandelt habe. Lienenlüke sagt: „Das Stück wird eine Metapher – mit klarer Aussage.“    

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