Nicht überall ein teures Pflaster: Wo München in einem Städte-Ranking jetzt Preissieger ist
Monatskarten in deutschen Großstädten können preislich im Vergleich zum Deutschlandticket oftmals nicht mithalten. Das ist das Ergebnis eines ADAC-Vergleichs, bei dem die Tarife für Bus, Bahn und Tram in 25 Großstädten untersucht wurden. Das Deutschlandticket, das bundesweit im Nah- und Regionalverkehr gültig ist, kostet aktuell monatlich 63 Euro. Im Durchschnitt kosten Monatstickets in den untersuchten Großstädten 103,33 Euro.
Bei Monatstickets liegt München an der unteren Grenze
Allerdings: München liegt preislich an der unteren Grenze. Hier kostet das Monatsticket nur 71,40 Euro. Dagegen muss man in Köln und Bonn für ein Monatsticket 140,50 Euro zahlen. Als Geltungsbereich wurde jeweils das innere Stadtgebiet gewählt.
Und die bayerische Landeshauptstadt fällt auch leistungsmäßig positiv auf: Das Monatsticket für das Münchner Stadtgebiet ist übertragbar und es können mehrere Kinder bis 14 Jahre mitgenommen werden. Wer also regelmäßig mit der Familie unterwegs ist beziehungsweise das Ticket gelegentlich auf den Partner oder andere Personen übertragen will, fährt damit womöglich günstiger als mit dem D-Ticket.
Einzeltickets rechnen sich selten
Laut ADAC rechnen sich Einzeltickets eher selten. Die Preise reichen laut ADAC von 2,90 Euro in Erfurt bis mehr als 4,20 Euro in Augsburg und München. Die Wochentickets, die es mittlerweile nur noch in 15 der 25 untersuchten Städte gibt, liegen bei einem Durchschnittspreis von 32,46 Euro.
Worauf man laut ADAC beim Vergleich zum D-Ticket achten sollte: Zum einen darauf, ob Monats- bzw. Wochentickets übertragbar sind oder weitere Erwachsene, Kinder, Hunde oder Fahrräder einschließen (wie in München teils der Fall). Für Tagestickets sollte man prüfen, wie lange sie ab Kauf beziehungsweise Entwertung gelten.
ADAC gibt Tipps für den Preisvergleich
Weitere Tipps: Bei Monats- und Wochentickets darauf achten, ob sie ein flexibles Startdatum haben oder auf Kalendermonat beziehungsweise -woche begrenzt sind. Und: Auf Vergünstigungen bei Online- bzw. Handytickets achten. Als Gelegenheitsnutzer solle man zudem "Pay as you go"-Tarife erwägen (rechnen exakt nur die gefahrene Strecke ab bis zu einem bestimmten Preislimit).
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