Neues Quartier für 4000 Menschen: Münchner Stadtviertel wächst rasant

Auf dem Lerchenauer Feld im Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl entsteht eines der größten neuen Wohnquartiere der Stadt. Jetzt hat die Bayerische Hausbau den Grundstein gelegt für zunächst 165 Wohnungen. Insgesamt sollen auf dem Areal mal 4000 Menschen wohnen – in geförderten sowie in Eigentumswohnungen.
Nina Job
Nina Job
|
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
1  Kommentar
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
"Parkside Lerchenauer Feld" nennt die Bayerische Hausbau ihr neues Bauprojekt in Feldmoching.
"Parkside Lerchenauer Feld" nennt die Bayerische Hausbau ihr neues Bauprojekt in Feldmoching. © Bayerische Hausbau Development

Die große städtische Schule, in die die Kinder mal gehen werden, wenn die Wohnhäuser stehen, hat schon richtig Gestalt angenommen. Auch der künftige Sportcampus auf dem 23 Hektar großen Lerchenauer Feld ist schon weit gediehen. Zwischen diesen städtischen Gebäuden in Feldmoching startet nun die Bayerische Hausbau Development mit dem Rohbau von 165 Eigentumswohnungen.

Komplett neues Wohnquartier mit rund 1650 Wohnungen

Luftballons schmückten den Bauzaun, als am Dienstag (28. Juli) der Grundstein für das "Parkside Lerchenauer Feld" gelegt wurde. Insgesamt will die Hausbau an der Lerchenauer Straße Ecke Georg-Zech-Allee 600 Wohnungen bauen. Nach dem Projekt auf dem ehemaligen Paulaner-Areal ist das "Parkside" das nächste große Wohnbauprojekt der Schörghuber Gruppe.

Florian Schörghuber (M.), Chef der Schörghuber Gruppe, mit Stadtbaurätin Elisabeth Merk und Gordon Gorski (CEO Bayerische Hausbau Development).
Florian Schörghuber (M.), Chef der Schörghuber Gruppe, mit Stadtbaurätin Elisabeth Merk und Gordon Gorski (CEO Bayerische Hausbau Development). © Nina Job

Bis etwa 2032 soll auf dem Lerchenauer Feld ein komplett neues Wohnquartier mit rund 1650 Wohnungen stehen. Das Gräfelfinger Unternehmen Concept Bau errichtet hier 700 Wohnungen. Außerdem plant die städtische Münchner Wohnen, rund 500 bezahlbare Wohnungen zu bauen. "Insgesamt werden hier mal 4000 neue Bewohnerinnen und Bewohner hoffentlich ihre Heimat finden", sagte Stadtbaurätin Elisabeth Merk (parteilos). Hier entstehe ein eindeutiger "Wohnstandort für Familien".

Vorn baut die Bayerische Hausbau, dahinter nimmt das neue große Schulgebäude (Gymnasium und Grundschule) bereits Gestalt an.
Vorn baut die Bayerische Hausbau, dahinter nimmt das neue große Schulgebäude (Gymnasium und Grundschule) bereits Gestalt an. © Nina Job

Auch Genossenschaften werden hier bauen, rund die Hälfte aller neuen Wohnungen soll geförderter Wohnungsbau werden. 23 Prozent Eigentumswohnungen. "Wir brauchen auch durchmischte Stadtquartiere", sagte Merk. "Dass man sich begegnet, auch im Alltag, und es beim Bäcker keine Rolle spielt, wie viel Haushaltseinkommen man hat." Die Stadtbaurätin dankte der Schörghuber Gruppe, dass sie auch in der dritten Generation ihrer Tradition treu bleibe, zu bauen.

Viel Grün soll es geben in der Neubausiedlung Parkside Lerchenauer Feld.
Viel Grün soll es geben in der Neubausiedlung Parkside Lerchenauer Feld. © Bayerische Hausbau Development

Florian Schörghuber, Enkel des Firmengründers Josef Schörghuber und seit 2022 CEO des Familienunternehmens, sagte, die Bayerische Hausbau sei "nach wie vor die Keimzelle" des Unternehmens. "1994 hat mein Großvater begonnen, in dieser wunderbaren Stadt Wohnraum zu schaffen, Arbeitswelten zu schaffen." Seitdem habe man Orte entwickelt, die München prägen – wie zum Beispiel mit dem Arabellahaus, das nun weiterentwickelt wird. "Wir bauen. Und das ist heute keine Selbstverständlichkeit", sagte Schörghuber.

Im Münchner Norden tut sich aktuell einiges in Sachen Wohnungsbau. Gerade der Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl habe "ordentlich was zu leisten für die Stadtentwicklung", sagte Elisabeth Merk: So entstehen an der Hochmuttinger Straße 610 neue Wohnungen, in der Siedlung Ludwigsfeld 1900 und im Quartier Ratold- und Raheinstraße weitere 900. Im umstrittenen Eggarten sind 1900 Wohneinheiten geplant.  "Wir bauen letztlich kleinere Städte in der großen Stadt", sagte Stadtbaurätin Elisabeth Merk.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
  • Boandl_kramer vor 2 Stunden / Bewertung:

    Die Art wie sich neue Gebäude in den Bestand drumherum einfügen ist normalerweise ein KO-Kriterium für Baupläne und -genehmigungen. Schon vieles wurde abgelehnt, weil "es nicht reinpasste".

    Schaut man sich das Umfeld dort per Google Maps mal an, so stehen da rundherum Ein- und Mehrfamilienhäuser wie in Vorstadtsiedlungen. Wie passen diese urbanen öko-optimierten Minecraft-Klötze da rein?

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.