Neuer DB-Fahrplan: Schneller und öfter von München in diese drei Metropolen

Am 13. Dezember 2026 tritt der neue Fahrplan der Deutschen Bahn in Kraft. Für München bringt er einige Veränderungen mit sich. Eine Übersicht:
Von München ohne Umsteigen direkt nach Rom
Testweise waren die italienischen Frecciarossa-Schnellzüge bereits auf deutschen Schienen unterwegs, ab Sommer sollen die roten Flitzer dann München direkt mit Rom verbinden – ganz ohne Umsteigen. Laut Deutscher Bahn soll dies den Passagieren eine ganze Stunde Fahrzeit einsparen. Aktuell ist eine Fahrt pro Tag mit dem Frecciarossa in die Ewige Stadt geplant. Abfahrt am Münchner Hauptbahnhof ist um 14.32 Uhr. Über Verona (19.43 Uhr), Bologna (20.44 Uhr) und Florenz (21.24 Uhr) kommen die Reisenden dann um 23.10 Uhr in Rom an.
Um 16.32 Uhr geht es aus der bayerischen Landeshauptstadt zum Beispiel nach Verona (21.43 Uhr) und Mailand (23.05 Uhr). Morgens gibt es eine Fahrt aus Bella Italia zurück nach Monaco di Baviera.

Am Wochenende eine TGV-Verbindung mehr nach Paris
Nicht nur auf der Fahrt nach Rom, auch nach Paris gibt es im neuen Fahrplan eine Verbesserung. Bisher hatten Reisende nur einmal am Tag die Möglichkeit, von München aus mit dem TGV über Augsburg und Straßburg direkt und ohne Umsteigen in die französische Hauptstadt zu fahren. Ab dem 13. Dezember wird es am Wochenende eine weitere Direktverbindung in die Metropole an der Seine geben. Abfahrt ist nachmittags um 14.29 Uhr in München und um 15.17 Uhr in Augsburg. Straßburg erreicht man um 18.15 Uhr, in Paris kommt der TGV um 20.06 Uhr an.
In die Gegenrichtung startet der Zug um 7.42 Uhr in Paris und um 9.35 Uhr in Straßburg. Augsburg wird um 12.51 Uhr und der Münchner Hauptbahnhof um 13.27 Uhr erreicht.

Wer mit der bereits bestehenden TGV-Verbindung unterwegs ist, wird für die Fahrt nach Paris (Start in München um 6.51 Uhr) mit dem Fahrplanwechsel 30 Minuten schneller (12.07 Uhr) am Ziel sein als bisher. Künftig kann der TGV auch über die Schnellfahrstrecke Wendlingen – Ulm verkehren.
20 Minuten schneller von München nach Hamburg
Die Fahrt von München nach Hamburg, dreimal täglich in beide Richtungen, soll ab Mitte Dezember 2026 rund 20 Minuten schneller sein. Die Züge werden mit dem Fahrplanwechsel nur noch in Nürnberg und Hannover halten. Die bisherigen Stopps in Lüneburg, Göttingen und Fulda entfallen künftig bei dieser Verbindung.
München-Rosenheim gesperrt – Diesel-Fernzüge über Mühldorf
Während die Route Nürnberg-Regensburg-Passau nach den Korridorsanierungen zum Fahrplanwechsel frisch saniert sein soll, steht bereits die nächste folgenschwere Sperrung an: Im Zeitraum vom 8. Februar bis 9. Juli sind auf der viel befahrenen Strecke München-Rosenheim-Salzburg Sanierungsarbeiten geplant. Für Reisende in Fernzügen nach Salzburg bedeutet das: monatelang nur noch drei Eurocitys täglich in beide Richtungen mit Umweg im Schlepptau von Dieselloks über Mühldorf am Inn.
Die Railjet-Züge von München nach Budapest werden über Passau umgeleitet, die Eurocitys nach Graz, die dann nur noch zweimal täglich fahren, über Wörgl.