Neuer Club für MünchnerTechno-Fans: Was alles geplant ist - und was in Zukunft noch kommen soll

Techno und mehr im Industrie-Ambiente: Die AZ erklärt, wo und wie eines der spannendsten Kulturprojekte der Stadt entsteht.
Florian Kraus |
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Hier wird bald getanzt.
Hier wird bald getanzt. © Printhouse

Es gibt sie noch: die guten Nachrichten für Münchner Nachtschwärmer. Nachdem im Sommer der beliebte Blitz-Club auf der Museumsinsel schließen musste, wird ab Herbst in München-Moosach weitergetanzt. Zunächst monatlich öffnet der "Printhouse"-Club mit ausgesuchten Techno-Großevents.

Bald soll aus dem Techno-Projekt ein richtiges Kulturzentrum werden

Aus einer stillgelegten Zeitungsdruckerei in der Dessauerstraße – nahe des OEZ – soll sich dann im kommenden Jahr zudem ein richtiges Kulturzentrum entwickeln. Konzerte, Ausstellungen, Theater und eine Gastronomie, die unabhängig vom Veranstaltungsprogramm funktioniert, sind geplant. Die Betreiber denken etwa an Jazz oder Oper. Die Genehmigung für eine solche dauerhafte Nutzungsänderung des Areals steht aber noch aus, erklärt Kurator Christoph Pankowski der AZ.

Die alte Druckerei aus der Luft.
Die alte Druckerei aus der Luft. © Printhouse

Ein Ort erfindet sich neu

In der Clubszene hat es ja eine gewisse Tradition, dass alte Liegenschaften temporär umgenutzt werden. Man denke an den alten Flughafen Riem mit seinen legendären Partynächten in den 90ern. "Mir ist wichtig, dass man dem Haus seine Geschichte ansieht. Wir polieren hier nichts weg", sagt Pankowski. Neun Meter hoch sind die Hallen, wuchtig-karg die Umgebung. Farbe ins Spiel bringt das Team der Bachstelzen, das extra als Lichtgestalter für die elektronischen Clubnächte engagiert wurde.

Auch am Dienstagnachmittag sollen Menschen herkommen

Das Haus hat mehrere Hallen "sehr unterschiedlichen Charakters" sowie einem überdachten Verladehof. Interessant ist auch, wer noch mit im Boot sitzt. Henrik Szilit von der Agentur set about ist übergreifend für die Entwicklung des Areals zuständig – plant zudem Firmen- und Agenturevents sowie Ausstellungen. Robert Benke (u.a. Cord Club und Holzkranich) schmeißt den Betrieb der zukünftigen Gastronomie.

"Das ist der eigentliche Plan, ein Haus, das auch an einem Dienstagnachmittag einen Grund hat, offen zu sein", sagt Pankowski. Bis es so weit ist übernimmt das Club-Team erst mal die Nachtschichten, wie ehedem die Druckerei-Mitarbeiter als noch die Druckerpressen heiß liefen. Kleiner Unterschied: Künftig kommt der Druck aus den Boxen.

Bald werden sich hier die Nachtschwärmer tummeln.
Bald werden sich hier die Nachtschwärmer tummeln. © Printhouse

"Printhouse Opening" am 17. Oktober mit u.a. The Lady Machine und Zenker Brothers; 22 Uhr, Dessauerstraße 10

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