Neue Tram am Effnerplatz: Cosima-Express startet

Erster Spatenstich für die Tram vom Effnerplatz nach St. Emmeram. Die Strecke ist 4,3 Kilometer lang, umfasst neun Haltestellen und dauert zehn Minuten. Los gehen soll’s im Herbst 2011
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Die neue Tram im Modell.
NDR/Michael Petersohn Die neue Tram im Modell.

Erster Spatenstich für die Tram vom Effnerplatz nach St. Emmeram. Die Strecke ist 4,3 Kilometer lang, umfasst neun Haltestellen und dauert zehn Minuten. Los gehen soll’s im Herbst 2011

MÜNCHEN Seit den 60er Jahren wurde darum gestritten. Am Freitag rückte das Methusalem-Projekt „Cosima-Express“ ein entscheidendes Stück in Richtung Betriebsbeginn. OB Christian Ude und Herbert König, Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), absolvierten den symbolischen ersten Spatenstich für die Tram St. Emmeram.

Schmunzelnd erinnerte sich Ude an die erbitterten Diskussionen um die Trasse zwischen Effnerplatz und Cosimabad. „Den Tram-Freunden ist verdammt viel Geduld abverlangt worden“, so der OB. MVG-Chef König verwies auf die inzwischen 115-jährige Geschichte der „Elektrischen“ und auf die weiteren Straßenbahn-Projekte, die derzeit bearbeitet, geplant und vorbereitet werden.

Also zum Beispiel die West-Tangente, die Verlängerung der Linie 19 in Pasing, die Trasse nach Freiham und die Nordtangente, die nach dem Wunsch der MVG einmal – mit Akku-Betrieb – durch gen Englischen Gerten führen soll. Dazu könnte auch noch die Linie 23 bis zum Kieferngarten verlängert werden.

Die Tram hat also nicht nur Vergangenheit, sondern auch Zukunft in München. Aber zunächst ist die Strecke nach St.Emmeram dran. Ob die einmal Linie 17 oder 18 heißen wird, steht noch nicht fest. Klar ist aber, dass sie 4,3 Kilometer lang ist, neun Haltestellen hat und in zehn Minuten zu absolvieren ist. Los geht’s ab Herbst nächsten Jahres unter dem vom OB eher ungeliebten Kunstwerk namens „Mae West“ am Effnerplatz, dann durch die Englschalkinger und die Cosimastraße. Die Gleisbauarbeiten werden im Juli beginnen.

„Unsere Planer haben sehr darauf geachtet, dass die Straßenbahn optimal in die bestehenden Bau- und Verkehrsstrukturen eingebunden ist“, erklärte Herbert König. So realisieren Stadtwerke und MVG erstmals ein aus der Schweiz stammendes, besonders „schlankes“ Fahrleitungssystem. Die Züge fahren auf der gesamten Strecke auf einer eigenen Rasentrasse auf dem Mittelstreifen der Straßen – also unabhängig vom Individualverkehr. Und flott dank Vorrangschaltung der Ampeln.

Grün wird die Strecke nicht nur wegen des Rasens, sondern auch durch viele Bäume: Insgesamt 250 davon sollen ab 2011 die Haltestellen beschatten.

Rudolf Huber

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