Neue Strafzinsen bei der Münchner Stadtsparkasse

Die Stadtsparkasse München führt ein "Verwahrentgelt" ein. Warum das nur wenige Münchner betrifft.
| Felix Müller
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Die Stadtsparkasse in der Innenstadt.
Die Stadtsparkasse in der Innenstadt. © imago images / Rüdiger Wölk

München - Nun also doch: Die Stadtsparkasse führt endgültig Negativzinsen auf Girokonten für Privatpersonen ein. "Weder Überlegungen, noch Planungen" dazu gebe es, hatte man entsprechende Gerüchte aus dem Verwaltungsrat der Bank noch vor einigen Monaten kommentiert.

Wie alle Banken tut sich auch die Stadtsparkasse in der langen Niedrigzins-Phase dieser Jahre mit ihrem traditionellen Geschäftsmodell sehr schwer.

Und so klingt es fast schon ein bisschen stolz, wenn es in einer Mitteilung vom Freitag heißt, man sei "eines der letzten großen Geldinstitute", das beim "Verwahrentgelt" nachziehen müsse. Viele andere Münchner Banken würden das bereits erheben, man verzeichne bei der Stadtsparkasse einen "deutlich erhöhten Zufluss an Kundeneinlagen".

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Die meisten Kunden sind nicht vom neuen Strafzins betroffen

Allein von März 2020 bis März 2021 gab es demnach ein Plus von gut zehn Prozent (knapp 1,7 Milliarden Euro) bei den Kundeneinlagen. Die Stadtsparkasse will nun den Trend, dass Neukunden "täglich fälliges Geld" bei ihr anlegen, "um damit Gebühren bei anderen Banken zu vermeiden, stoppen.

Und so sind die allermeisten der vielen Hunderttausend Stadtsparkasse-Kunden vorläufig nicht vom neuen Strafzins betroffen.

Nur wer seit Herbst 2019 ein Girokonto (bereits mit einer Verwahrentgelt-Zusatzvereinbarung) eröffnet hat, muss ab 100.000 Euro eine Verwahrentgelt-Gebühr von 0,5 Prozent pro Jahr bezahlen. Bei Neukunden, die ab 27. Mai ein Konto eröffnen, liegt die Grenze schon bei 50.000 Euro.

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