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Neue Hygiene-Regeln in München: Mit Schrot in den Nebel

Der Chefredakteur Michael Schilling über die verschärften Hygiene-Regeln.
| Michael Schilling
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Wenn alles so kommt wie erwartet, dann dürfen sich ab Freitag in München keine drei befreundeten Paare mehr zum Grillabend treffen. Gleichzeitig bleiben Dutzende Gäste in einem Gasthaus erlaubt.

In der Kaufingerstraße müssen Menschen Masken tragen, in der Dienerstraße nicht. Man darf mit vier Spezln zur Wirtshauswiesn, einen weiteren muss die Runde abweisen.

Die neuen Beschränkungen offenbaren zugleich die Willkür und die Ratlosigkeit derer, die sie erlassen. Als würde man mit Schrot in den Nebel schießen - in der Hoffnung, irgendwas werde man treffen.

Vorsicht und Verhältnismäßigkeit

Das Fatale an den Münchner Maßnahmen: Sie greifen erneut ins Private der Menschen ein und rufen - wie tausendfach während des Lockdowns passiert - ach so besorgte Nachbarn auf den Plan, die nach der Polizeirufen, wenn sie nebenan "Corona-Sünder" vermuten.

Stichwort Lockdown: Der wurde im Frühjahr verordnet, um den Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern. Davon sind wir derzeit weit entfernt.

Am Sonntag waren in München (1,5 Mio. Einwohner) 13 Covid-Patienten intensiv hospitalisiert. Hier gilt es, zwischen Vorsicht und Verhältnismäßigkeit abzuwägen.

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