Neue Attraktion ab Mai: Das gab es so noch nie in München!
Wer es sich gerne bei einem kühlen Drink und einem kleinen Happen im Hafen-Ambiente gemütlich macht, muss bald nicht mehr südlich nach Italien oder Südfrankreich reisen, sondern nordwärts. Genauer gesagt in den Münchner Norden, an den Frankfurter Ring.
Denn dort entsteht gerade die "Marina Monaco", eine kulinarisch-kulturelle Zwischennutzung rund um einen extra dafür angelegten See. Geplant ist auch, dass zehn Boote, vom kleinen Sportboot bis zum Segelboot und einer kleinen Yacht, auf dem See herumschippern, die man mieten kann. 100.000 Liter Wasser und 800 Tonnen Sand wurden dafür auf das Areal am Frankfurter Ring 227 gebracht.
Neue Zwischennutzung "Marina Monaco" am Frankfurter Ring
"Die Gäste sollen den Sonnenuntergang mit den Füßen im Sand auf Strand-Stühlen oder mit Freunden auf einem der Boote genießen", so stellt es sich Jürgen Backof von der Sylvenstein Event GmbH vor, die für "Marina Monaco" verantwortlich ist.

Spätestens am 21. Mai soll es losgehen. Dann möchten die Betreiber, übrigens eine Tochterfirma der Hammer AG des (Noch-)CSU-Stadtrats und Immobilienentwicklers Hans Hammer, jeweils von Donnerstag bis Sonntag den ersten Münchner Yachthafen betreiben, wie sie die "Marina Monaco" selber mit einem Augenzwinkern nennen.
Werktags soll es am Mittag losgehen, am Wochenende bereits ab 10 Uhr und dann jeweils bis Mitternacht. Neben mediterranen Drinks und Pinsa vom Foodtruck der Container Kitchen sollen auch DJs und Livebands für musikalische Untermalung sorgen.

Sandstrand, Boote und Sport
Um zu viel Lärm in der Nachbarschaft muss man sich an dem Standort am Frankfurter Ring kaum Sorgen machen: Im Norden sind die Bahngleise – und gegenüber am Ring ist das Bordell "Villa Roma". Da werde man sich "von den Betriebszeiten her wohl nicht ins Gehege kommen", so schätzt Backof mit einem Lachen die ungewöhnlichen Nachbarn ein. Es gebe ansonsten ein paar Hotels in der Nähe, mit denen man aber kooperieren wolle, so Backof.
Zur "Marina Monaco" kommt man einerseits fußläufig vom U-Bahnhof Studentenstadt, ansonsten empfiehlt Backof, mit dem Radl über den E-Garten zu kommen. Und auch für Autofahrer ist vorgesorgt: Über 100 Parkplätze gibt es auf dem Gelände.
Noch diesen Sommer will die Sylvenstein Event GmbH außerdem auf dem Gelände Platz für sportliche Aktivitäten schaffen, sowohl drinnen als auch draußen. "Zumeist Trendsportarten" sollen es werden, verrät Backof der AZ. "Padel, Pickleball, Bouldern und auch eine Soccer-Arena". Das soll ein ganzjähriges Angebot werden, dazu habe man Partner im Boot, die sich darauf spezialisiert haben.
Geplant: Gewerbegebiet "Neue Schmiede"
Für fünf Jahre planen die Yachthafen-Betreiber auf dem Gelände, eventuell wird noch um ein Jahr verlängert. Zuvor waren dort die Bayerischen Leichtmetallwerke, nach deren Wegzug hat die Hammer AG die Hallen abgerissen und den Boden saniert. Dann beginnen die ersten Bauabschnitte für die "neue Schmiede", ein Gewerbegebiet das die Hammer AG dort plant.

Unter anderem gehört dazu ein 99 Meter hoher Büroturm und viele weitere Gebäude. Zuerst aber soll am Ring mediterranes Lebensgefühl herrschen, man wolle das "Gelände, das nie zugänglich war, zugänglich machen", sagt Backof.
Nach dem ersten, jetzt bevorstehenden Sommer wird sich das Gelände wegen der verschiedenen Bauabschnitte verkleinern, "wir sind aber abgetrennt vom irgendwann aktiven Teil der Baustelle", sagt Backof. Als Erstes steht nun aber ein ungestörter Sommer bevor an der "Marina Monaco", dem ersten Yachthafen der Stadt.
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