Neue Abgabe: Warum ab Juli in München das Trinkwasser teurer wird

Wasser, dem "wichtigsten Lebensmittel" soll ein Wert gegeben und "ein möglichst schonender Umgang" mit der Ressource Wasser angeregt werden. So beschreiben die Stadtwerke in einer Mitteilung, warum die Entnahme von Grundwasser ab dem 1. Juli im Freistaat Bayern etwas kostet.
"Wassercent" ab Juli: Wie viel das Münchner Trinkwasser dann kostet
Der sogenannte "Wassercent" wird nun vom Freistaat erhoben, die Stadtwerke geben die Preiserhöhung direkt an die Kunden weiter.
Oder wie sie es etwas verklausuliert formulieren: "Die Mehrbelastungen für die SWM lassen sich nicht durch Kostensenkungen ausgleichen".

Das bedeutet konkret für Münchner: Der Verbrauchspreis für Trinkwasser steigt per 1. Juli von bisher netto 1,74 Euro pro Kubikmeter auf 1,84 Euro pro Kubikmeter. Brutto (plus 7 Prozent Mehrwertsteuer) sind es laut Stadtwerken 1,97 Euro pro Kubikmeter.
Nur zwei Bundesländer noch ohne "Wassercent"
Laut einem Rechenbeispiel der Stadtwerke kostet das einen Münchner Zweipersonen-Haushalt bei einem Trinkwasser-Verbrauch von acht Kubikmetern pro Monat dann am Ende 86 Cent mehr im Monat.
Laut Stadtwerken ist Bayern das 14. Bundesland, in dem das sogenannte Wasserentnahmeentgelt erhoben wird. Der Landtag hat das im vergangenen Dezember beschlossen. Die Bundesländer erheben zwischen 5 (Nordrhein-Westfalen) und 31 Cent (Berlin) pro Kubikmeter. Nur in Thüringen und Hessen gibt es die Abgabe nicht.