Kommentar

Neuausrichtung der Kirche: Druck zur Veränderung

AZ-Lokalredakteur Paul Nöllke über den Zwang für die Kirche, sich neu aufzustellen.
| Paul Nöllke
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Auf den ersten Blick sind es schlechte Nachrichten für das Bistum: Es muss gespart werden, man muss sich verkleinern. Es wird offen davon gesprochen, Kirchen zu schließen. Kirchen, in denen Generationen von Bayern gebetet haben, Hochzeiten und Kommunion feierten. Das tut erstmal sehr weh.

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Doch auf den zweiten Blick bieten diese Sparmaßnahmen eine Chance. Eine Chance, derer sich das Bistum bewusst zu sein scheint. Denn es muss sich nun neu erfinden. Die Kirche muss auf die Menschen zugehen. Angebote wie die Armenspeisung in St. Anton und die Seelsorge sind ein Anfang, werden aber nicht reichen.

Damit sich die Kirche so verändern kann, wie es nötig ist, braucht es Druck. Solange das Geld fließt, fehlt dieser Druck. Nun, da der Geldhahn nicht mehr so sprudelt, kann das Bistum ehrliche Veränderungen angehen. Hoffentlich nutzt es diesen Druck.

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