Namensverlesung mit bitterem Beigeschmack

Charlotte Knobloch zeigt sich erschüttert über die Genehmigung der Pegida-Demonstration.
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Das Gedenken an die Opfer der Pogromnacht in München und die Münchner Todesopfer der nationalsozialistischen „Schutzhaftaktion“ nach dem 9. November 1938 begann heute Nachmittag am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße: Dort wurden die Namen und Biografien der Opfer verlesen. Von links: Die Stadträte Christian Vorländer (SPD), Marian Offman und Richard Quaas (beide CSU).
Daniel von Loeper Das Gedenken an die Opfer der Pogromnacht in München und die Münchner Todesopfer der nationalsozialistischen „Schutzhaftaktion“ nach dem 9. November 1938 begann heute Nachmittag am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße: Dort wurden die Namen und Biografien der Opfer verlesen. Von links: Die Stadträte Christian Vorländer (SPD), Marian Offman und Richard Quaas (beide CSU).

Das Gedenken an die Opfer der Pogromnacht in München und die Münchner Todesopfer der nationalsozialistischen „Schutzhaftaktion“ nach dem 9. November 1938 begann heute Nachmittag am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße: Dort wurden die Namen und Biografien der Opfer verlesen.

Überschattet wurde die Veranstaltung von der Genehmigung der Pegida-Demonstration durch das Verwaltungsgericht. Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, sagte: „Unsere Rechtslage ist offensichtlich nicht geeignet, um unsere Demokratie wehrhaft gegen ihre Feinde zu verteidigen.“ Dass „Neonazis durch unsere Straßen marschieren und ihre Ideologie verbreiten“, sei die Demontage der freiheitlich-demokratischen Werte.

Auch Münchens evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler äußerte ihr Unverständnis. Der „epd“ sagte sie: „Es ist ein Trauerspiel, dass der hohe Schutz der Meinungsfreiheit ausgerechnet denen zugute kommt, die sie so oft für Hetze missbrauchen.“

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