Nallinger: „Ich brauche eine Atempause“

Nach der verlorenen Schlacht um den Posten der dritten Bürgermeisterin und dem Verlust der Macht im Rathaus haben sich die Grünen neu aufgestellt – ohne ihre Ex-Spitzenkandidatin.
| Rudolf Huber
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Stellt sich hinter die gescheiterte OB-Kandidatin Sabine Nallinger (l.): Fraktionschefin Gülseren Demirel.
Petra Schramek Stellt sich hinter die gescheiterte OB-Kandidatin Sabine Nallinger (l.): Fraktionschefin Gülseren Demirel.

München - Für die grüne Rathaus-Fraktion lief es in den letzten Wochen alles andere als rund. Das Ergebnis eines anstrengenden Wahlkampfs und eines Verhandlungsmarathons im Rathaus – es ist sehr bescheiden.

Jetzt hat sich die Fraktion neu aufgestellt, mit den alten und neuen Vorsitzenden Gülseren Demirel und Florian Roth. Nicht mehr als Stellvertreterin vertreten ist Ex-OB-Kandidatin Sabine Nallinger.

„Ich brauche eine Atempause“, sagt Nallinger. Aus diesem Grund habe sie nicht für ein Fraktionsamt kandidiert. Dafür habe sie „breiten Rückhalt“ vorgefunden.

Ein dauerhaftes Zurück ins Glied muss das aber nicht unbedingt sein. „Mit mir ist wieder zu rechnen“, sagt die Grüne zur AZ.

Irritationen gibt es aber durchaus. „Die Basis ist aufgebracht“, hat Sabine Nallinger festgestellt. Viele würden nicht verstehen, was in den letzten Wochen abgelaufen sei. Und auch das Verhältnis zu den Münchner Grünen-Chefs ist derzeit angespannt: Als „nicht so ganz reibungslos“ bezeichnet es Nallinger nach Querschüssen von Stadt-Vorsitzender Katharina Schulze und Ex-Bürgermeister Hep Monatzeder.

Aber diese Irritationen sollten „intern geklärt“ werden.

„Wir haben den Schockzustand gut überstanden“, so die alte und neue Fraktions-Vorsitzende Gülseren Demirel zur AZ. Das Verhältnis zur Parteispitze in München bezeichnet sie als „nicht überschattet“.

Dass Details aus einer internen Sitzung, und zwar die harte Kritik an Nallingers Koalitionsverhandlungs-Strategie, an die Öffentlichkeit gedrungen waren, ist für sie „unfassbar und frustrierend“.

Schließlich seien die klaren Mehrheiten bei den Wahlen zum Fraktionsvorstand ein Zeichen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Und die schließe natürlich auch Sabine Nallinger ein, die „im Wahlkampf Hervorragendes geleistet“ habe.

 

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