Nachfrage gestiegen: Neue Münchner Schutzstelle für junge Menschen

Sechs Plätze in der Maxvorstadt: Mit dem Angebot reagiert die Stadt nach eigenen Angaben auf veränderte Anforderungen und Bedürfnisse.
von  AZ
Die Nachfrage nach Plätzen für die Obhut von Kindern und Jugendlichen in akuten Krisensituationen ist groß. (Symbolbild)
Die Nachfrage nach Plätzen für die Obhut von Kindern und Jugendlichen in akuten Krisensituationen ist groß. (Symbolbild) © imago images/Rolf Poss

Der städtische Träger und Jugendhilfebund "Just M" hat in der Maxvorstadt eine neue Schutzstelle mit sechs Plätzen für junge Menschen im Alter von 13 bis 17 Jahren eröffnet.

Hohe Nachfrage für Obhut von Kindern und Jugendlichen in akuten Krisensituationen 

Mit dem Angebot reagiere man auf veränderte Anforderungen und Bedürfnisse, heißt es bei der Stadt. Weil die "Ankommenszahlen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen" rückläufig seien, richtet die Stadt die vorhandenen Ressourcen neu aus.

Gleichzeitig sei die Nachfrage nach Plätzen für die Obhut von Kindern und Jugendlichen in akuten Krisensituationen gestiegen. "Ziel ist es, die Mittel dort einzusetzen, wo sie aktuell benötigt werden, und den Schutz sowie die Unterstützung von jungen Menschen in schwierigen Lebenslagen weiter zu stärken", sagt Bürgermeisterin Verena Dietl.

Traumpädagogische Ausrichtung und Zuhause in dezentralen Wohneinheiten

Die neue Schutzstelle biete jungen Menschen in belasteten Lebenssituationen nicht nur Schutz und Sicherheit. Dietl: "Durch eine traumapädagogische Ausrichtung der Arbeit in der Schutzstelle soll ihnen Stabilität, Orientierung und neue Zuversicht vermittelt werden."

"Just M" will Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Zuhause in kleinen dezentralen Wohneinheiten in einem nachbarschaftlichen Umfeld geben.

"Wir übernehmen Verantwortung für junge Menschen und ermöglichen ihnen auch dann eine Perspektive, wenn sie anderswo keinen Platz mehr finden. Wir sind offen gegenüber jeglicher Nationalität, Religiosität, geschlechtlicher Ausrichtung und sexueller Orientierung", heißt es auf der Website des städtischen Trägers. Die Einrichtung wurde 1970 als Jugendheim Pasing in Betrieb genommen.

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