Nach Wohnungsbrand in München - Polizei sieht Akku als Ursache
Nach dem Wohnungsbrand mit mehreren Verletzten in der Schwanthalerstraße hat die Münchner Polizei einen explodierenden Akku als Brandursache ausgemacht.
Ein 22-Jähriger Student habe in seiner Wohnung mehrere Akkus gelagert, wovon einer an einem Ladegerät angeschlossen gewesen sei, teilte die Polizei mit. Nach der Explosion am Freitag habe dieser Feuer gefangen. Die Akkus seien vermutlich von E-Scootern oder E-Bikes, sagte ein Polizeisprecher. Wie viele genau in der Wohnung waren, konnte ein Sprecher am Sonntag nicht sagen.
Menschen mit Drehleiter gerettet
Eine Möglichkeit könnte sein, dass der Student nebenher als sogenannter „Juicer“ arbeitet. So nennt man Menschen, die für einen kleinen Verdienst von etwa 3-5 Euro pro Stück die Akkus von Leih-Scootern oder Leihrädern mitnehmen, um sie Zuhause aufzuladen.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hätten bereits Flammen aus einem Fenster der Wohnung im dritten Stock geschlagen, hieß es von der Feuerwehr. Mehrere Menschen wurden Polizeiangaben zufolge mit einer Drehleiter aus ihren Wohnungen gerettet.
Mehrere Wohnungen nicht mehr bewohnbar
Vier Männer im Alter zwischen 21 und 29 Jahren erlitten laut der Polizei leichte Verletzungen. Die Feuerwehr sprach von fünf Menschen, die mit Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht worden seien.
Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf mehrere 100.000 Euro. Mehrere Wohnungen sind bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar. Es wird weiter ermittelt.
