80 Münchner Beamte im Einsatz: Das steckt hinter dem Autokorso auf der Leopoldstraße

Nur 15 Minuten nach Ende der beiden Fußballspiele stürmten bereits die ersten Fans der türkischen Nationalmannschaft auf die Leopoldstraße. Die Bosnier hatten wegen des Elf-Meter-Schießens etwas Verspätung. Insgesamt waren es laut Polizei rund 700 Fans, die ausgelassen feierten.
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Nördlich des Siegestors beginnt die Leopoldstraße: Dort wie auch auf der Ludwigstraße startete Fans nach der WM-Qualifikation von Bornsien wie auch der Türkei eine spontane Feiermeile.
Nördlich des Siegestors beginnt die Leopoldstraße: Dort wie auch auf der Ludwigstraße startete Fans nach der WM-Qualifikation von Bornsien wie auch der Türkei eine spontane Feiermeile. © IMAGO/Christian Schroedter

Erstmals seit 24 Jahren ist eine türkische Fußballnationalmannschaft bei einer Fußball-WM wieder mit dabei. Nach dem knappen Sieg im Playoff-Finale gegen das Team aus Kosovo war am Dienstagabend der Jubel auch auf den Straßen Schwabings groß. Rund 15 Minuten nach Ende des Spiels stürmten die ersten Türkei-Fans gegen 23 Uhr jubelnd und singend auf die Leopoldstraße. Manche fuhren in ihren Autos zwischen der Münchner Freiheit und dem Siegestor laut hupend und Fahnen schwingend auf und ab. Zusätzlich formierte sich nach Polizeiangaben ein türkischer Fanmarsch, an dem sich etwa 350 Fans beteiligten, der über die Leopoldstraße zum Siegestor ging.

Bosnien-Fans landen auf Platz zwei beim Fanfest

Nachdem das Team aus Bosnien-Herzegowina die Italiener aus der WM-Qualifikation geschossen hatte, gab es auch für die bosnischen Fans kein Halten mehr. Auch sie bevölkerten schlagartig die Leopold- und die Ludwigsstraße. Sie sangen und feierten ausgelassen den Sieg ihres Teams. An der Leopoldstraße, Ecke Trautenwolfstraße versammelten sich in der Spitze nach Polizeiangaben etwa 300 Anhänger der bosnisch-herzegowinischen Mannschaft und starteten ebenfalls einen Fanmarsch zum Siegestor.

Feuerwerk und Feierstimmung

Von beiden Gruppierungen wurde vereinzelt Pyrotechnik gezündet, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch berichtete. Zwischen den Fanlagern gab es keine Probleme, da die Türken großteils bereits wieder abgezogen waren, als die Bosnier am Siegestor eintrafen.

80 Polizisten bis 2 Uhr nachts im Einsatz

Die Polizei war mit etwa 80 Beamten in Schwabing und in der Maxvorstadt im Einsatz. Aufgrund der Lärmbelästigungen durch die feiernden Fans beider Fußballteams wurde zunächst die Ludwigstraße und anschließend zusätzlich die Leopoldstraße für den Verkehr zeitweise gesperrt. Gegen 2 Uhr wurde der Polizeieinsatz beendet. Während des Polizeieinsatzes wurden über 50 Verkehrsverstöße u. a. wegen laut aufheulender Automotoren, Verstoß gegen die Gurtpflicht und anderer Delikte geahndet, so die Bilanz der Polizei.

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