Nach tödlichem Angriff auf CSD in Berlin: Wie viele Islamisten leben in München?

Eine Woche nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin durch einen Islamisten, bei dem eine Person starb und viele verletzt worden waren, möchte die Münchner CSU auch hier konkretere Informationen zur aktuellen Gefahrenlage. Es stelle sich die Frage, welche Erkenntnisse über entsprechende Personen im Stadtgebiet vorlägen und wie die Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten.
"Viele Bürgerinnen und Bürger sorgen sich um ihre Sicherheit", sagt CSU-Stadtrat Laurenz Kiefer. "Diesen Sorgen begegnet man am besten mit genauer Kenntnis der Faktenlage."
Islamistische Gefahr in München? CSU will Antworten
Die CSU möchte unter anderem wissen, wie viele polizeibekannte und gewaltbereite Islamisten in München leben und wie sie überwacht werden. Sie stellt auch Fragen zur Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behörden der Stadt, des Freistaats und der Bundesbehörden.
Die Partei bringt das Thema in ihrer Anfrage auch in Zusammenhang mit dem geplanten Abschiebeterminal am Münchner Flughafen und kritisiert den Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne), weil er im Aufsichtsrat des Flughafens gegen den Bau des Abschiebeterminals gestimmt hatte.
"Für uns ist klar: Ausreisepflichtige Personen, die bereits straffällig geworden sind, müssen das Land verlassen", sagt Kiefer. "Wenn das nicht sofort möglich ist, muss der Staat die Möglichkeit haben, diese Personen zum Schutz der übrigen Bevölkerung in Haft zu nehmen."
Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks von vergangener Woche leben in ganz Bayern aktuell 29 islamistische Gefährder. Manfred Hauser, Präsidenten des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz, schätzte die islamistische Gefährdungslage in Bayern als "hoch" ein.
Von den 29 islamistischen Gefährdern in Bayern seien aktuell nur sechs auf freiem Fuß, der Rest sei entweder im Gefängnis oder im Ausland. Deutschlandweit sind es laut dem Bundeskriminalamt mit Stand 1. Juli 2026 410 islamistische Gefährder.