Nach starkem erstem Quartal: Siemens hebt die Prognose

Siemens ist stark in sein neues Geschäftsjahr gestartet und hebt die Prognose. Im ersten Quartal von Oktober bis Dezember machten die Münchner 2,22 Milliarden Euro Gewinn, wie der Konzern mitteilt. Das ist zwar weniger als vor einem Jahr, als unter dem Strich 3,87 Milliarden standen, diese hatten allerdings einen positiven Sondereffekt von 2,1 Milliarden aus dem Verkauf von Innomotics enthalten. Betrachtet man nur den Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten, ergibt sich ein Anstieg um knapp ein Viertel.
Wie Siemens-Chef Roland Busch die Zahlen bewertet, ist eindeutig: "Nach einem starken Start ins Geschäftsjahr heben wir unseren Ausblick an." Konkret rutscht die Spanne für den Gewinn pro Aktie um ein Stück nach oben.
Den größten Beitrag zum Ergebnis lieferte erneut die boomende Sparte Smart Infrastructure, die um 18 Prozent auf 1,05 Milliarden zulegte. Sie profitiert unter anderem vom Aufbau von Rechenzentren.
Deutliche Erholung im Automatisierungsgeschäft
Inzwischen verbessert sich auch die Situation bei der zuletzt schwächelnden Sparte Digital Industries. Hier sprang das Ergebnis um 37 Prozent auf 804 Millionen Euro. Dabei half vor allem die Erholung im zuletzt schwachen Automatisierungsgeschäft. Auch die Auftragseingänge zogen mit einem Plus von 15 Prozent deutlich an. Die Nachfrageschwäche scheint sich hier aufzulösen.
Die kleinste der drei Sparten, Mobility, läuft ebenfalls rund. Das Ergebnis stieg um 15 Prozent auf 286 Millionen. Konzernweit stiegen zudem Umsatz und Auftragseingang auf 19,1 Milliarden und 21,4 Milliarden Euro. Nominal sind das Zuwächse um 4 Prozent beziehungsweise 7 Prozent.
"Siemens ist in seinen Wachstumsmärkten sehr gut positioniert", betont Konzernchef Busch. Künstliche Intelligenz sei ein starker Wachstumstreiber. "Indem wir KI tief in Design, Entwicklung, Produkten und Betrieb integrieren, schaffen wir messbaren Mehrwert für unsere Kunden."