Nach Schneeballschlacht-Aufruf: Muss Münchner Influencer eine Strafe zahlen?

Seine Schneeball-Aktion hat am Freitag für viel Aufsehen gesorgt, nun droht dem Münchner Schauspieler und Influencer Daniel Tonnar Leyva sogar ein Bußgeld. Die AZ hat ihn am Sonntag zur Aktion und den Konsequenzen gesprochen.
Jan Krattiger
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Nach einem Aufruf in den Sozialen Medien haben sich mehrere Hundert Menschen vor der Alten Pinakothek an einer Schneeballschlacht beteiligt.
Nach einem Aufruf in den Sozialen Medien haben sich mehrere Hundert Menschen vor der Alten Pinakothek an einer Schneeballschlacht beteiligt. © Theo Miess/dpa

Ein paar Hundert Münchner haben sich am Freitagnachmittag auf der Wiese vor der Alten Pinakothek getroffen, um eine Schneeballschlacht zu veranstalten. Der Initiator war der Münchner Schauspieler und Influencer Daniel Tonnar Leyva. Ihm droht nun sogar ein Bußgeld der Stadt, weil die Veranstaltung nicht offiziell bei den Behörden angemeldet war. Im AZ-Gespräch schaut er zurück auf den Tag – und spinnt auch schon Ideen für die Zukunft. 

Nach Schneeballschlacht-Aufruf: Muss Münchner Influencer Bußgeld zahlen?

AZ: Daniel Tonnar Leyva, es ist Sonntagabend, wie blicken sie zurück auf den Freitag und die "größte Schneeballschlacht Deutschlands"? 
DANIEL TONNAR LEYVA: Es gibt so viel Leid grad auf der Welt, so viel Spaltung auch gerade in Deutschland, dass ich es schön fand einen Nachmittag zu haben, an dem München zusammenhält und zusammenkommt bei einer friedlichen Schneeballschlacht. Menschen glücklich zu sehen macht mich glücklich. Sowas genehmigt zu bekommen auf öffentlichem Grund wäre wahrscheinlich eh schwierig gewesen. Jetzt vielleicht wo die Stadt weiß, das kam richtig gut an, mit einem Sicherheitskonzept, mit klaren Regeln, dass es auch nicht im Chaos enden kann. Aber das ist es ja Gottseidank auch nicht.

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Sie müssen jetzt mit einer Geldbuße rechnen, heißt es. 
Ich hoffe natürlich, dass die Stadt mir kein Bußgeld dafür gibt. Ich hoffe, sie erkennen, wie krass positiv die Aktion bei den Menschen vor Ort angekommen ist, aber auch bei den Menschen, die die Videos und Nachrichten verfolgt haben. Es ist wirklich durchgängig positives Feedback und ich hoffe, dass das berücksichtigt wird. Und dass es vielleicht nächstes Jahr dann offiziell auf der Theresienwiese oder so stattfinden kann. (lacht)

Sie haben viele Reaktionen bekommen auf die Aktion, oder?
Die Reaktion der Menschen war gigantisch. Der Dank, den ich bekommen habe, ist kaum in Worte zu fassen. Es haben sich hunderte Menschen vor Ort und nach der Aktion bei mir gemeldet und die süßesten Sachen geschrieben. Beeindruckend fand ich auch, wie viele Menschen angeboten haben,  ein Bußgeld gemeinsam zu bezahlen, falls eines kommt. 

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Das hat Sie auch sehr berührt?
Das Feedback war unbeschreiblich, ganz warmherzig. Viele Leute meinten, dass das der coolste Tag des Jahres war. Viele Leute die aus der ganzen Umgebung angereist sind. Das freut mich sehr und hat mich sehr berührt. Ich musste am Abend auch weinen, als ich die Nachrichten gelesen habe, weil ich es so schön fand das alles zu lesen.

Würden Sie es wieder so machen?
Nicht genau so, wenn ich wüsste, was es da für Konsequenzen geben kann. Mir war das alles davor überhaupt nicht bewusst und ich habe das maßlos unterschätzt. Aber die Aktion an sich ist natürlich super cool gewesen.

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  • JerryH vor 2 Stunden / Bewertung:

    Dummland in der Vollendung unterwegs

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  • gubr vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von JerryH

    Wenn sowas die internationale Presse aufgreifen sollte, lacht die ganze Welt über uns. Früher hat man sich auch zu Schneeballschlachten verabredet. Zwar gab es kein Instagram aber den Flurfunk. Hat es uns geschadet?

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  • penach vor 43 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von gubr

    sowas ließt man auch nur in Schmuddelblättern, wie hier.

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