Nach Party-Zoff: Stadt München zahlt wieder für FC-Bayern-Meisterfeier

Letztes Jahr gab es Ärger um die Party am Rathaus-Balkon. Heuer will der Stadtrat die Rechnung übernehmen.
| Florian Zick
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Gast interviewt Gastgeber: Bayern-Star David Alaba auf dem Rathaus-Balkon mit Oberbürgermeister und Bayern-Fan Dieter Reiter bei der Meisterfeier 2015. Hinter Reiter ist ein gut gelaunter Thomas Müller zu sehen.
dpa Gast interviewt Gastgeber: Bayern-Star David Alaba auf dem Rathaus-Balkon mit Oberbürgermeister und Bayern-Fan Dieter Reiter bei der Meisterfeier 2015. Hinter Reiter ist ein gut gelaunter Thomas Müller zu sehen.

München - Die Fußballer des FC Bayern sind eine Mannschaft, mit deren Ruhm sich die Stadt natürlich gerne schmückt. Fast jedes Jahr eine Meisterfeier, dazu vielleicht auch noch DFB-Pokal und Champions League – das kommt die Stadt mitunter aber auch recht teuer zu stehen.

Stadt hatte Kostenbeteiligung des Fußballclubs gefordert

Vergangenes Jahr hat die Stadt vom FC Bayern deshalb erstmals verlangt, dass sich der Verein an den Kosten für die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Marienplatz beteiligt. Diese Forderung löste jedoch eine kuriose Kettenreaktion aus: Die Bayern versuchten, die Hälfte der Kosten auf den Bayerischen Rundfunk (BR) abzuwälzen, der die Feier übertragen wollte. Dem Vernehmen nach ging es um 150.000 Euro. Der BR lehnte ab zu zahlen – schließlich landete die Party beim Spartensender Sport 1.

Ein solches Durcheinander will man im Rathaus in Zukunft vermeiden. Der Stadtrat wird jetzt deshalb nicht nur die Sicherheitsdienstleistungen für wahrscheinlich folgende Meisterfeiern ausschreiben, die Stadtoberen wollen auch festlegen, dass in Zukunft die Stadt die Kosten wieder ganz alleine trägt – so, wie sie es auch vor 2015 getan hat.

„Wir sind der Meinung, dass bei einer Einladung der Einladende zahlt und nicht der Eingeladene. Das gilt für den FC Bayern, aber auch für andere Vereine“, sagt SPD-Fraktionschef Alexander Reissl. Eine Haltung, der man sich bei CSU und Grünen durchaus anschließen kann.

280 Ordnungskräfte sind für Meisterfeier nötig

Um trotzdem Kosten sparen zu können, will die Stadt nun vorsorglich ein Sicherheitsunternehmen verpflichten, das sich in den nächsten vier Jahren quasi im Stand-by-Betrieb für den Fall der Fälle bereithalten soll – der erfahrungsgemäß ja ohnehin fast jedes Jahr eintritt.

Für eine Meisterfeier am Marienplatz werden um die 280 Ordnungskräfte benötigt. Die mehr oder weniger spontan zu engagieren, war in den vergangenen Jahren immer sehr kostspielig.

Nun geht man im Rathaus davon aus, dass für die nächsten vier Jahre fix eine knappe Million Euro für das Sicherheitsunternehmen fällig wird - egal, ob dann wirklich eine Meisterfeier stattfindet oder nicht.

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Die Querelen mit dem FC Bayern dürften damit beigelegt sein. Zumindest vorerst. Die Kostengarantie wird wohl nur für die deutsche Meisterschaft gelten. Sollte es wegen DFB-Pokal und Champions League weitere Feiern geben, hofft man im Stadtrat auf ein „Entgegenkommen des Vereins“, so Stadträtin Anna Hanusch von den Grünen.

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